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HomeNachrichten aus JapanNeuer Dienst soll arbeitslosen ausländischen Praktikanten in Japan einen Job vermitteln

Studenten und Fachkräfte werden ebenfalls mit einbezogen

Neuer Dienst soll arbeitslosen ausländischen Praktikanten in Japan einen Job vermitteln

Viele technische Praktikanten in Japan haben aufgrund der derzeitigen Lage ihre Stelle verloren und sitzen nun ohne Arbeit im Land fest. Die Regierung will ihnen allerdings nun helfen und einen neuen Dienst starten, über den sie Jobs vermittelt bekommen.

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Die Immigration Services Agency kündigte kürzlich den neuen Service an, der sogenannte Technical Intern Trainees unterstützen soll und am 20. April startet. Der Dienst ist dabei ebenfalls auf Ausländer ausgelegt, die im letzten Jahr unter dem Visum für bestimmte Qualifikationen ins Land eingereist sind, jedoch jetzt auch keine Stelle haben. Auch ausländische Studenten werden erfasst, wenn sie ihr Stellenangebot aufgrund der Krise verloren haben.

Unternehmen aus verschiedenen Sektoren sollen Arbeitskräfte bekommen

Der Service selbst soll Unternehmen oder andere Einrichtungen mit den Arbeitslosen zusammenbringen. Viele Firmen haben unbesetzte Stellen, da seit der verschärften Einreisereglungen die Zahl der Praktikanten deutlich zurückgeht. Besonders in der Landwirtschaft fehlen Hunderte an Praktikanten, da sie nicht einreisen konnten.

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Es werden demnächst durch die Behörde Informationen zu den Praktikanten gesammelt, die arbeitslos sind, jedoch weiter in Japan arbeiten wollen. Die Daten werden dann an Industrieorganisationen von 14 verschiedenen Sektoren, wie Landwirtschaft und Altenpflege, oder Kommunalverwaltungen weiter gegeben. Über sie werden dann die persönlichen Daten weiter an Unternehmen verteilt, die dringend Arbeitskräfte suchen.

Eine einfach Weitervergabe an Arbeitsplätzen an andere technische Praktikanten ist regulär nicht ganz einfach. Eigentlich dürfen die ausländischen Arbeitskräfte nämlich nur einen neuen Job annehmen, wenn er im selben Bereich ist wie der vorherige. Wer keine neue Stelle findet, muss nach Hause zurück und das Visum wird aufgehoben, da die Voraussetzungen nicht mehr erfühlt werden.

In der Krise lockert Japan die Reglungen

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Der neue Service soll das allerdings ersparen und den Ausländern ermöglichen trotzdem weiter im Land zu bleiben. Die Arbeitssperre für andere Bereiche wird deutlich gelockert, sodass die Praktikanten auch in anderen Branchen anfangen dürfen. Eine gute Entscheidung, wie viele finden, da Ausländer in Japan zur Coronavirus-Krise keine wirkliche finanzielle Hilfe erwarten können.

Bis Ende 2019 leben in Japan 410.000 technische Praktikanten, die auf einen Job massiv angewiesen sind. Dazu kommen noch 2994 Ausländer, die bis Ende 2020 mit einem besonderen Qualifikationsvisum im Land waren. Auch bei ihnen entscheidet eine Anstellung, ob sie weiter im Land leben können.

TAS

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