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News Neuer Dolmetscherdienst für japanische Krankenhäuser in Planung

Neuer Dolmetscherdienst für japanische Krankenhäuser in Planung

In fast 400 Krankenhäusern in Japan sollen Dolmetscher den Menschen aus Übersee helfen, mit dem Personal in Kontakt zu treten. Das Gesundheitsministerium will den Service bis zu den Olympischen Spielen 2020 anbieten.

Das Ministerium plant, das neue System innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs, das im März 2020 endet, in bestimmten Krankenhäusern zu realisieren. Außerdem werden mehr als 382 medizinische Einrichtungen, die an dem Programm teilnehmen, Dolmetscher für mehrere Sprachen vor Ort haben. Wie die Dolmetscher arbeiten und in welche Sprachen sie übersetzen, richtet sich nach den Bedürfnissen der Krankenhäuser.

Die Einrichtungen haben Zugriff auf jede Art von Übersetzungsleistungen wie einen Dolmetscher für medizinische Fachbegriffe vor Ort. Auch Videotelefonsysteme oder die Verwendung von Tabletts über Übersetzungsprogrammen sind in Planung. Das Programm entstand als Ergebnis einer Umfrage aus dem Jahr 2015. In dieser gaben Ärzte und Krankenschwestern in 900 von 1.700 befragten Krankenhäusern an, mit ihren Patienten in Japanisch nicht kommunizieren zu können. Die Umfrage in allen Notfallkliniken ergab außerdem, dass 80 Prozent mindestens einen ausländischen Patienten pro Jahr ambulant behandeln.

Die Krankenhäuser wurden in zwei Kategorien eingeteilt, in Rahmenkliniken, die schwerkranke Patienten längere Zeit stationär aufnehmen und andere Einrichtungen, die nur Nicht-Notfälle behandeln. Mindestens ein Notfallkrankenhaus in jeder Präfektur nimmt an dem Programm teil. Für nicht akute Fälle stehen Krankenhäuser in mindestens 335 Gebieten zur Verfügung, die über einen entsprechenden Kontakt ebenfalls auf die Dolmetscherleistungen zugreifen können.

Jede Präfektur-Verwaltung wählt die Krankenhäuser, die dem Dienst beitreten, selbst aus. Im Februar geht eine Anfrage an alle Verwaltungen, die anschließend Kontakt zu ihren Klinken aufnehmen und die Notwendigkeit abklären. Das Gesundheitsministerium rechnet damit, dass viele Präfekturen im Zuge der Olympischen Spiele 2020 eine große Anzahl von Touristen aus Übersee beherbergen. Deswegen sollen sie möglichst schnell eine Auswahl treffen. Die Präfekturen erhalten für das Projekt eine finanzielle Unterstützung, um die nötige Infrastruktur bereitzustellen.

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