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Fans suchen nach bestimmten Orten

Neuer „Evangelion“-Film macht japanische Stadt zur Pilgerstätte

Anfang März kam der letzte Film zum „Neo Genesis Evangelion“-Franchise in die japanischen Kinos. Auch wenn die Story vorerst vorbei ist, sind Fans immer noch Feuer und Flamme. Aus dem Grund ist eine kleine Stadt nun zu ihrer Pilgerstätte geworden.

Ube in der Präfektur Yamaguchi liegt direkt am Meer und war bisher eigentlich nicht besonders beliebt bei Touristen. Seit dem Erfolg von „Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time“ wird der Ort regelrecht von Fans überrannt. Es handelt sich nämlich um die Heimat vom Schöpfer Hideaki Anno.

Fans suchen nach Orten aus dem „Evangelion“-Film

Der hat sich teilweise von der Umgebung inspirieren lassen und deswegen sind einige Orte aus dem Film in der Stadt wiederzufinden. Unter anderen kommt die JR-Ubeshinkawa Station und Züge vor, die im Film als Teil der Ube Linie eine wichtige Rolle spielen.

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Zahlreiche Fans laufen seit Veröffentlichung des Films begeistert durch den Ort und machen Fotos. Einige Touristen wurden beobachtet, wie sie Bilder von den Bahnübergängen Matsuhama und Kogushi-dori machten, die auf Postern von dem Film zu sehen sind. Auch eine Chemiefabrik von Ube Industries Ltd. ist zu einem beliebten Fotomotive der Fans geworden.

Evaneglions Fans suchen reale Orte aus dem Anime
Die Ubeshinkawa Station ist einer der Orte, die Fans besuchen, da sie auch im Anime vorkommt. Bild: Wikimedia Commons, Bsx

Ein 27 Jahre alter Angestellter aus Kumamoto besuchte zusammen mit seiner Frau Ube. Seine Frau erklärte begeistert, dass der Bahnhof genauso wie im Film aussieht und sie auf realistische Weise ein Stück Anime-Welt erleben konnten. Ubes Regierung freut sich in der Zwischenzeit über die Aufmerksamkeit.

Es wird schon lange versucht etwas gegen die sinkenden Passagierzahlen auf der Ube-Line zu unternehmen. Die Anime-Fans sind nun eine gute Möglichkeit die Ticketverkäufe zu fördern und etwas Geld in die Kassen zu spülen. Dass es Potenzial für Einnahmequellen gibt, zeigte bereits die Filmvorführung in der Stadt.

Anno nutzt gerne Dinge aus der Präfektur Yamaguchi

Als der Kinofilm am 8. März Premiere feierte, wurde das einzige Kino der Stadt mit Fans überrannt und das, obwohl es ein Wochentag war. Einige Besucher reisten extra an, um den Film zu sehen und nach den Vorstellungen gab es tosenden Applaus.

Ein Stadtbeamter erklärte, dass sie erfreut sind, dass der Film ihnen so viel Aufmerksamkeit bringt. Es ist dabei gar nicht neu, dass Anno Dinge aus einer Heimat in die Welt von „Evangelion“ einbaut.

Schon in der Anime-Serie „Neo Genesis Evangelion“ von 1995 tauchen Orte mit Verbindung zur Präfektur Yamaguchi auf. Ebenfalls trinken Charaktere Dassai Sake und Essen Cup Noodles von Ikkyu Ramen, beide Marken sitzen auch in der Präfektur. Bei all dem Trubel sollte Ube auch vorsichtig sein. Der Status als Pilgerstätte kann sich schnell auch zu einem Problem werden.

„Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time“ ist bisher nicht offiziell im Ausland erschienen und auf eine Lokalisierung wird noch gewartet.

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