Neues Video mit entführtem japanischen Journalisten aufgetaucht

Seit knapp drei Jahren befindet sich der japanische Journalist Jumpei Yasuda in der Gewalt der Terrorgruppe Jabhat Fatah al-Sham. Schon seit einiger Zeit gab es kein bestätigtes Lebenszeichen mehr von ihm und viele glaubten, dass er schon seit 2016 tot ist. Am Freitag tauchte nun ein Video auf, das Yasuda lebendig und erschöpft zeigt.

Auf Englisch sagt der mittlerweile 44 jährige, dass es ihm gut geht, er bald seine Familie wiedersehen will und hofft, dass sie ebenfalls gesund sind. Er betont, dass er sie alle wirklich bald sehen möchte und er nur freikommen will.

Das Video ist der erste Lebensbeweis seit Mai 2016. Es entstand am 17. Oktober 2017 und somit lebte der Journalist letztes Jahr noch. Auf den letzten Bildern trug er einen orangenen Anzug, den Gefangene der Terrorgruppe kurz vor ihrer Hinrichtung tragen müssen. Er hielt zusätzlich ein Schild, auf dem stand, dass es die letzte Chance ist. Die meisten sind deswegen davon ausgegangen, dass Yasuda tot ist, da die Regierung die Forderungen nicht erfüllte.

Kabinettssekretär Yoshihide Suga bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass die Regierung von dem Video weiß und an einer Möglichkeit arbeitete, Yasuda zu helfen. Genauere Details veröffentlichte er jedoch nicht. Laut einer anderen Quelle gibt es allerdings Berichte, dass sein gesundheitlicher Zustand bereits schlecht ist.

Japan will nicht zahlen

Es ist nicht klar, ob das stimmt oder es nur ein Druckmittel gegen die japanische Regierung ist. Ein Syrer, der 2016 bei den Verhandlungen half, bestätigte zumindest das Video und den Inhalt. Zuletzt forderte die Terrorgruppe ein Lösegeld von 10 Millionen Dollar (um die 8.513.175 Euro).

Yasuda reiste im Juni 2015 von der Türkei nach Syrien, um über den Bürgerkrieg zu berichten. Kurz nach seiner Ankunft verschwand er. Später tauchte ein erstes Video mit ihm als Geisel auf. Ein Ableger der Jabhat Fatah Al-Sham, die zu Al-Qaida gehören, gab sich als Entführer zu erkennen. Da mittlerweile ein großer Teil Syriens wieder unter der Macht von Präsident Bashar Assad steht und Syrien, USA und Russland Jagd auf Terrorgruppen machen, fürchten viele um die Sicherheit von Yasuda. Es besteht die Gefahr, dass die Gruppe bombardiert wird und er beim Angriff umkommt.

Quelle: Nippon Television Network, Japan Times

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