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NHK erhält Genehmigung für simultanes Online Streaming

Die einzige öffentlich-rechtlich organisierte Rundfunkgesellschaft in Japan ist NHK. Mittlerweile informiert NHK weltweit Menschen über internationale und heimische Ereignisse. Obwohl es vor allem bei besonders wichtigen Meldungen auf sozialen Netzwerken sogar schon länger Livestreams gibt, reicht das NHK nicht. Sie wollen ein simultanes Online-Streaming für rund um die Uhr umsetzen. Ein Gremium der Regierung stimmte dem Plan nun zu.

Am Freitag beschlossen das Gremium vom Ministerium für innere Angelegenheiten und Kommunikation NHK eine Erlaubnis zu geben. Ab dem Geschäftsjahr dürfen sie theoretisch ihr Programm über mehrere Möglichkeiten gleichzeitig streamen. Mit der Erlaubnis sind somit 24-Stunden-Sendungen möglich.

Die Erlaubnis ist deswegen besonders, weil es eigentlich laut dem Rundfunkgesetz nicht erlaubt ist, rund um die Uhr zu senden. Das Gremium will das jedoch zum Vorteil von NHK nächstes Jahr ändern. Ein neues Gesetz soll die aktuelle Regelung ändern und offiziell die Erlaubnis für die Streams geben.

Bis jetzt erhielt NHK die bisherige Genehmigung nur unter einer Bedingung. Sie dürfen rund um die Uhr nach der Gesetzesänderung senden, wenn sie die Rundfunkgebühren senken. Gleichzeitig sollen sie die Zusammenarbeit mit kommerziellen Rundfunkveranstaltern verbessern und die Corporate Governance verstärken. Die Regierung will so verhindern, dass der Sender den öffentlich-rechtlichen Rundfunk alleine dominiert.

Andere Sender sind wegen der Erlaubnis besorgt

NHK stimmte den Bedingungen zu und gab bereits am 27. November bekannt, dass sie die Gebühren bis 2020 um 4,5 Prozent ihres Gesamtumsatzes von 706 Milliarden Yen senken. Eine Zusammenarbeit ist dazu mit dem der privaten Streamingseite TVer geplant, um mehr mit anderen Sendern zu kooperieren. Zusätzlich gab ein Beamter des Senders an, dass zwar die Nachfrage nach derartigen Streams steigt, sie jedoch beim Projekt keinen wirklichen Gewinn erwarten, da sich immer noch zu wenige Zuschauer dafür interessieren.

Kommerzielle Sender sind sich jedoch nicht so sicher und sind wegen der Erlaubnis besorgt. Es kann sein, dass sie unter starken Druck geraten und ein fairer Wettbewerb nicht mehr möglich ist. Vor allem regionale Fernsehsender fürchten, dass sie nicht mithalten können. Es ist aufgrund der Bedenken möglich, dass die Gesetzesänderung nicht zustande kommt und NHK die Genehmigung nicht nutzen kann.

Quelle: Mainichi Shimbun

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