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NHK möchte den Online-Sektor weiter ausbauen

Trotz Kritik anderer Sender möchte NHK bestimmte Bereiche im Online-Angebot nicht an eine finanzielle prozentuale Obergrenze binden

Der japanische öffentlich-rechtliche Sender NHK hat am 10. September bekannt gegeben, dass seine Ausgaben für das Online-Geschäft bei 2,5 Prozent seines Abonnementvertragseinkommens begrenzt bleiben. Gleichzeitig sagten sie aber auch, dass sie separate Ausgabenquoten für den Online-Vertrieb internationaler Sendungen und einige andere Geschäftszweige erhöhen werden.

Kommerzielle Sender haben gefordert, dass die Obergrenze von 2,5% beibehalten wird, da sie darauf achten, dass der öffentlich-rechtliche Sender nicht zu viel von einer Online-Präsenz erhält. Die geplante Überarbeitung der Betriebsstandards für das Online-Geschäft durch NHK wird daher voraussichtlich zu einer Gegenreaktion führen.

NHK-Gouverneursrat stimmt dem Plan zu

Der NHK-Gouverneursrat unter dem Vorsitz von Susumu Ishihara, einem leitenden Berater bei Kyushu Railway Co., stimmte dem Online-Businessplan am 10. September weitgehend zu. Der Sender sollte am 11. September mit der Einholung von Stellungnahmen zu dem Vorschlag beginnen.

Eine im Mai dieses Jahres verabschiedete Neuerung des Rundfunkgesetzes ermöglichte es, dass die Fernsehprogramme von NHK gleichzeitig online übertragen werden konnten. NHK-Präsident Ryoichi Ueda hat angekündigt, dass er beabsichtigt, solche gleichzeitigen Übertragungen bis März 2020 zu starten.

Vier Geschäftsfelder bilden die Ausnahme der Ausgabenobergrenze

Insgesamt bleiben vier Geschäftsfelder außerhalb der Ausgabenobergrenze von 2,5% und haben stattdessen feste Ausgabengrenzen. Diese Bereiche sind die Verteilung lokaler Programme und die Zusammenarbeit mit kommerziellen Sendern wie TVer, die auf 2,8 Milliarden Yen begrenzt sind; der Universaldienst einschließlich der Beschriftung von verteilten Sendungen, die auf 700 Millionen Yen begrenzt sind; die Verteilung internationaler Sendungen, mit einer Obergrenze von 3,5 Milliarden Yen; und die Verteilung im Zusammenhang mit den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokyo, die auf 2 Milliarden Yen begrenzt sein wird.

NHK sagt, dass eine „aktive Umsetzung“ dieser vier Geschäftsfelder erforderlich ist, da sie dem öffentlichen Interesse dienen. Gleichzeitig heißt es, dass die Ausgaben mit Zurückhaltung verwaltet werden. Exekutivdirektor Hiroshi Araki schlug vor, dass NHK das Verständnis der kommerziellen Rundfunkanstalten suchen wird. Dabei sagte er, dass die Mittel in jedem der vier Bereiche nicht in einer Weise verwendet werden würden, die eine Kritik an der Rundfunkanstalt wegen ihrer zu großen Präsenz rechtfertigen würde.

NHK bekommt jedes Jahr Empfangsgebühren

NHK bekommt jedes Jahr rund 700 Milliarden Yen Empfangsgebühren. Es wird erwartet, dass der Betrag, den sie für ihr „Basisgeschäft“, einschließlich gleichzeitiger Online-Übertragungen, ausgeben, bis zu etwa 17,5 Milliarden Yen oder 2,5% der Gesamtausgaben erreichen wird. Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt wird den Minister für innere Angelegenheiten und Kommunikation nach einer Abstimmung im Rat ihrer Gouverneure um Genehmigung des Plans ersuchen.

Quelle: MA

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