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Niigata führt Evakuierungsübungen für nuklearen Unfall durch

Ganze Präfektur probte den Ernstfall

Obwohl sich die Ereignisse des nuklearen Unfalls 2011 in Fukushima ins Gedächtnis der japanischen Bevölkerung einbrannten, setzt das Land weiter auf Atomkraft. Allerdings versucht die Regierung sich mit strengen Sicherheitsmaßnahmen und anderen Vorkehrungen besser abzusichern. Da es trotzdem weiterhin zu Vorfällen kommen kann, übte die Präfektur Niigata am Wochenende den Ernstfall.

Menschen in der ganzen Präfektur nahmen am Samstag an der Übung teil. Als Grundlage diente das Szenario, dass ein Erdbeben Probleme beim Kashiwazaki-Kariwa-Kernkraftwerk auslöst. Es ist die erste Veranstaltung von der Präfekturregierung, nachdem sie letzten Januar Evaluierungspläne für einen nuklearen Unfall aufstellte.

Premierminister nimmt ebenfalls an Übung teil

Eine der Übungen fand in der Stadt Kashiwazaki statt. Geprobt wurde dabei die Evakuierung von 20 Bewohnern, die nach dem Erdbeben strandeten. Mithilfe von Booten von der Küstenwache und den Selbstverteidigungsstreitkräften sollten sie in Sicherheit gebracht werden. In der Stadt Mitsuke hingegen ging es darum, dass Anwohner Schutz suchen und anschließend in Bussen evakuieren. Später wurden sie dann noch auf Strahlung untersucht. Mitsuke befindet sich nur 30 Kilometer von dem Kernkraftwerk entfernt und ist demnach besonders gefährdet.

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Aktuell sind alle sieben Reaktoren von dem Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa abgestellt, da sie nicht den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Allerdings erhielten zwei der Reaktoren bereits 2017 die Erlaubnis zur Wiederinbetriebnahme. Bis jetzt kam es dazu jedoch nicht, da die Untersuchungen von Niigata zum Unfall in Fukushima noch nicht abgeschlossen sind und erst danach die lokale Regierung über den Neustart debattieren kann.

Japans Premierminister Shinzo Abe und Regierungsbeamte nahmen ebenfalls an einer Übung teil. Bei der Veranstaltung ging es darum, dass es Probleme mit dem zweiten Reaktor des Shimane-Kernkraftwerks gibt und die Kühlung nach einem Erdbeben ausfällt. Abe verkündete den Ausnahmezustand und Menschen in der Nähe mussten Evakuieren.

Die Minister hielten später eine Videokonferenz mit lokalen Gemeindevertretern. Bei dem Gespräch wies Abe sie an, die Sicherheit der Bewohner an erster Stelle zu setzen und die Situation schnell unter Kontrolle zu bringen. Sie sollten dazu mit den zuständigen Beamten eng zusammenarbeiten, damit sie schnell auf ändernde Umstände reagieren können.

NHK

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