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HomeNachrichten aus JapanNiigata ruft Notfallalarm wegen Bären aus

Nach 19 Jahren stirbt erstmals wieder eine Person nach Bärenangriff

Niigata ruft Notfallalarm wegen Bären aus

Japan besitzt eine vielfältige Tierwelt, die jedoch nicht unbedingt ungefährlich ist. Besonders Bären haben in den letzten Jahren immer wieder Probleme gemacht. Nun rief die Präfektur Niigata den Notfallalarm wegen der Tiere aus.

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Am Montag gab die Präfekturregierung die offizielle Warnung vor wilden Bären heraus. Es ist ein aktualisierter Alarm der ersten Meldung vom Monatsanfang, wo das System erstmals gestartet wurde. Bewohner der Region werden jetzt von lokalen Beamten und Polizisten mit Flyern zur Wachsamkeit aufgefordert. Dazu wurden ebenfalls die Patrouillen in den Gebieten verstärkt.

Bürger sichten so viele Bären wie noch nie

Grund dafür ist ein Todesfall, der sich am Sonntag im Zusammenhang mit den Tieren ereignete. Eine 73 Jahre alte Frau aus dem Dorf Sekikiawa war an den Folgen eines Bärenangriffs gestorben. Der Angriff ereignete sich dabei bereits am 1. Oktober auf einer Farm in dem Dorf. Nachbarn hatten diese verletzte Frau bewusstlos gefunden. Sie wies schwere Verletzungen im Kopf und Gesicht auf, die auf eine Attacke durch das Tier hinweisen.

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Es ist der erste tödliche Bärenangriff in der Präfektur seit 2001. Am Sonntag wurden ebenfalls zwei Frauen in den 70ern in Minamiuonuma angegriffen. Eine von ihnen erlitt Kratzverletzungen am Arm, als auf dem Feld arbeitet und die andere wurde in der Nähe von einem Bären umgeworfen. Insgesamt sind es nun neun Personen, die dieses Jahr bereits angegriffen wurden.

Die Tiere scheinen zurzeit besonders aktiv zu sein. Mehr als 700 Meldungen von Bewohnern, die Bären oder ihre Spuren gesehen haben, gingen zwischen April und September bei den Behörden ein. Das ist für die Präfektur ein neuer Rekordwert.

Menschen sollen sich vor hungrigen Tieren fernhalten

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Es wird davon ausgegangen, dass sich die Tiere aus Hunger sich den Wohngebieten nähern. Dieses gibt es eine massive Knappheit an Baumnüssen, die zur Hauptnahrung von den heimischen Schwarzbären gehören. Da der Winterschlaf näher rückt, sind die Tiere gezwungen, möglichst schnell ausreichend Nahrung zu finden, weswegen sie zu den Menschen gehen.

Auch die Entvölkerung von Dörfern spiele laut Professor Hideo Miguchi von der Niigata University eine Rolle. Bären trauen sich deswegen eher in die Gemeinden, die an oder in ihren Lebensraum liegen. Ein dritter Grund für die hohen Zahlen sind jedoch die Menschen selbst. Immer mehr dringen in den Lebensraum der Bären zum Wandern und Pilzesammeln ein.

Das erhöht natürlich das Risiko von Sichtungen oder sogar direkten Kontakt. Allgemein sollen Menschen sich so gut es geht von Bären fernhalten und sich ihnen auf keinen Fall nähern oder gar absichtlich den Kontakt suchen. Denn auch wenn sie vielleicht friedlich und harmlos aussehen, sind es immer noch wilde, gefährliche Tiere.

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