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HomeNewsNippon TV entschuldigt sich bei den Ainu für diskriminierenden Witz

Mitarbeiter erhalten Aufklärungsunterricht

Nippon TV entschuldigt sich bei den Ainu für diskriminierenden Witz

Im japanischen Fernsehen kommt es immer wieder vor, dass Komiker oder andere Gäste sich unangemessen äußeren. So kam es kürzlich bei Nippon TV zu einem diskriminierenden Witz über die Ainu, wofür sich der Sender nun entschuldigte.

Am 12. März wurde auf Nippon Television eine Nachrichtensendung ausgestrahlt. In ihr verwendete ein Komiker das Wort „Inu“ was Hund bedeutet, während über eine Dokumentation über eine Ainu Frau auf dem Streamingdienst Hulu gesprochen wurde. Es sollte sich dabei vermutlich um ein Wortspiel mit „Ainu“ handeln.

Ainu kämpfen bis heute gegen Diskriminierungen

Der Witz sorgte allerdings für starke Kritik in den sozialen Medien. Auch die Ainu Association of Hokkaido zeigte sich empört und fordert von dem Sender eine öffentliche Erklärung. Gleichzeitig veröffentlichten sie mit dem Gouverneur von Hokkaido eine Stellungnahme, in dem sie zu einem besseren Verständnis der Geschichte und Kultur der indigenen Bevölkerung aufriefen.

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Der Präsident der Nippon Television Network Corp., Yoshinobu Kosugi, entschuldigte sich am 6. Juni bei einer regulären Generalversammlung des Verbandes. Er entschuldigte sich im Namen des Senders für die Veröffentlichung der unangemessenen und diskriminierenden Aussage, welche die Menschen verletzte.

Kosugi gab dabei ehrlich zu, dass es ihnen an Verständnis dafür fehle, dass der Auftritt als Diskriminierung gesehen wird, wofür sie sich schämten. Er verstehe dabei, dass die Gesellschaft endlich damit angefangen hat, die indigene Bevölkerung von Japan zu akzeptieren und ihre Situation zu verbessern, nachdem eine Verordnung zur Förderung der Ainu Kultur verabschiedet wurde.

Mitarbeiter werden geschult

Die Ausstrahlung des Witzes habe deswegen den Fortschritt gedämpft und Kosugi sei sich seiner Verantwortung bei dem Thema bewusst. Er versprach, dass sie eine Sendung planen werden, bei der sie die Ergebnisse einer Untersuchung zu dem Vorfall zeigen.

Ebenfalls hat der Sender Maßnahmen ergriffen, um eine Wiederholung von solchen diskriminierenden Aussagen zu verhindern. Alle Mitarbeiter erhalten eine Schulung in der Kultur und Geschichte der Ainu, um ihr Verständnis zu schärfen.

Masaru Ookawa, Geschäftsführer der Ainu Association of Hokkaido gab zu der Entschuldigung an, dass der Sender dauerhafte Maßnahmen gegen solche Vorfälle festlegen solle, damit sie sich auch langfristig mit dem Thema auseinandersetzen. Sie wollen dabei helfen, die Kultur und Geschichte ihres Volkes in Sendungen zu verbreiten.

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