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Nishinari in Osaka von Gentrifizierung bedroht

Ein Slum wird zum Touristenhotspot

Nishinari gehört zu den ärmeren Stadtteilen von Osaka und ist nun von einer Gentrifizierung bedroht, da er zum Touristenhotspot geworden ist.

Da immer mehr Touristen nach Japan kommen, die die Route Tokyo, Kyoto und Osaka bereisen, sind gerade dort die Preise angestiegen. Günstige Alternativen zum Übernachten und Essen werden daher von Reiseführern empfohlen. Eine Alternative ist der Stadtteil Nishinari.

Nishinari als „Slum“ verschrien

Seit Jahrzehnten ist der Stadtteil Nishinari als „Slum“ verschrien, da er einen hohen Anteil an Obdachlosen hat und eine hohe Kriminalitätsrate aufweist. In den 60er-Jahren wurde Nishinari außerdem bekannt für die Aufstände der Tagelöhner.

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Eigentlich ist dies kein Reiseziel für Touristen, aber es kommt oft anders als man denkt, denn für immer mehr Touristen aus dem Ausland gehört Nishinari zur Reiseroute. Sei es wegen des Charmes des Stadtteils oder weil sie eine andere Seite von Japan erleben wollen.

Gerade für Touristen aus den USA hat Nishinari einen Charme, der dem Stadtteil Harlem in New York gleicht.

Und Osaka reagiert auf die steigende Beliebtheit. In den letzten zehn Jahren wurden Revitalisierungsprojekte durchgeführt und damit begonnen, die oft sozial schwachen Einwohner zu unterstützen. Dies führte zu einem Rückgang der Tagelöhner und Obdachlosen.

Geschäftsleute wittern Einnahmen

Wo viele Touristen sind finden sich auch Geschäftsleute, die Einnahmen wittern und genau das passiert nun. Große Unternehmen sehen ihre Chance und immer mehr teure Hotels eröffnen in dem Stadtteil.

Das Problem ist, dass dadurch die Mieten unweigerlich steigen und viele Einwohner sich die gestiegenen Mieten nicht mehr leisten können. Auch etablierte Unternehmen, die für besonders günstige Preise bekannt sind, müssen aufgeben.

Auch neue Arbeitsplätze für die Einwohner gibt es kaum, da es entweder an der Qualifikation mangelt oder die neuen Unternehmen sie als billige Arbeitskräfte ansehen.

Was die Zukunft bringen wird, weiß keiner, aber es gibt weltweit Beispiele, wie schnell eine Gegend umgewandelt wurde, sodass es für die oft ärmeren Einwohner unbezahlbar wurde, dort zu wohnen.

Jin

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