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Nissan verklagt nach Skandal ehemaligen Chef auf mehrere Millionen Euro

Carlos Ghosn befindet sich weiter im Ausland

Letztes Jahr musste sich Nissan Motor Co. mit wohl den größten Skandal des Jahres auseinandersetzten. Im Mittelpunkt stand der ehemalige Chef Carlos Ghosn, der sich eigentlich wegen Betrug und Korruption in Japan vor Gericht verantworten sollte. Allerdings floh Ghosn im Dezember 2019 in den Libanon, um sich der Justiz zu entziehen. Das hält Nissan jedoch nicht davon ab, ihn zu verklagen.

Am Mittwoch reichte Nissan Motor Co. eine Schadensersatzklage in einer Höhe von etwa 83 Millionen Euro im Bezirksgericht von Yokohama ein. Nissan will damit Ghosn für jahrelange Korruption und betrügerische Zahlung zu Verantwortung ziehen. In die Klage mit eingeschlossen sind die private Nutzung von Firmenjets und Wohnungen im Ausland ohne Miete zu zahlen.

Ghosn spricht weiter von einer Verschwörung

Das Unternehmen meinte es dabei mit seiner Klage äußerst ernst. Sie haben nach eigenen Angaben die Schadensersatzkampagne verstärkt, um eine Entschädigung von Ghosn nach seiner Flucht zu erhalten. Die Summe kann laut Nissan allerdings noch weiter steigen, da das Unternehmen wegen des Skandals eine Strafe an die japanische Finanzdienstleistungsagentur zahlen muss. Dazu werden sie vermutlich ebenfalls im Prozess um Ghosn Strafen zahlen müssen.

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Obwohl auf den ehemaligen Chef in Japan ein Gerichtsverfahren wartet, ist es sehr unwahrscheinlich, dass es in naher Zukunft wirklich einen Start des Verfahrens gibt. Japan hat mit dem Libanon kein Auslieferungsabkommen, weswegen Ghosn mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zurückkommt.

Er selbst streitet alle Anschuldigungen ab und behauptet, es handele sich um eine Verschwörung gegen ihn. Angeblich sei es der Plan von Nissan und den japanischen Staatsanwälten ihn zum fallen zu bringen. Grund für seine Anklage sei eine Fusion mit dem Allianzpartner und größten Aktionär Renault SA in Frankreich. Für diese Anschuldigung könnte Ghosn in der Zukunft noch weiteren Ärger kriegen, wie Nissan ankündigte. Es handelt sich um grundlose und diffamierende Äußerungen, die er in den Medien verbreitet und die der Firma schadeten.

MS

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