Nobelpreisträger Shimomura verstirbt mit 90 Jahren

2008 erhielt Osamu Shimomura zusammen mit Martin Chalfie und Roger Tsien den Nobelpreis für Chemie. Umso trauriger ist nun die Nachricht, dass der Nobelpreisträger vor wenigen Tagen im Alter von 90 Jahren in Nagasaki verstorben ist.

Bereits am 19. Oktober verstarb Osamu Shimomura laut offiziellen Angaben an Altersschwäche in seinem Zuhause. Da er nicht verheiratet war oder Kinder besitzt, gibt es keine direkten Erben. Details zu seiner Beisetzung gaben die Medien bis jetzt nicht bekannt.

1928 kam Shimomura in Fukuchiyama, Kyoto zur Welt. Während seiner Kindheit lebte er in der Mandschurei, Osaka und später Nagasaki. Mit 16 Jahren erlebte er den Atombombenabwurf aus 25 Kilometern Entfernung.

1951 machte er seinen Abschluss an der Nagasaki Medical Specialised School. An der Universität Nagoya promovierte er 1960 anschließend als Doktor der Biochemie. Von 1965 bis 1982 arbeitete er an der Princeton University. Danach wechselte er zur Boston University und dem Laboratorium Woods Hole, wo er bis 2001 blieb.

In der Zeit im Ausland forschte er an dem grün fluoreszierendem Protein, kurz GFP genannt. Für diese Forschung erhielt er zusammen mit seinen Kollegen den Nobelpreis in Chemie. Die Entdeckung und Entwicklung des leuchtenden Proteins sorgte für neue Entdeckungen in der Forschung. Das Protein hilft nämlich dabei, Prozesse sichtbar zu machen, die normalerweise nicht zu sehen sind. So ist es mit ihnen möglich, die Entwicklung von Nervenzellen und die Ausbreitung von Krebs zu beobachten.

Quelle: Mainichi Shimbun, NHK

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