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Noch vor der Taifunsaison – Starke Regenfälle und Überflutungen in Japan

Japan hat in diesem Jahr mit besonders starken Regenfällen und Überschwemmungen zu kämpfen. Dabei fängt die Taifunsaison gerade erst an.

Deutsche Medien berichteten die letzten Tage eingehend über Hurrikan Harvey und die mit ihm herbeigeführte Flutkatastrophe in Houston. Aufgrund des nahenden Hurrikan Irma wurden im Im US-Staat Georgia und in Florida bereits Evakuierungen für hunderttausende Menschen angeordnet. Der Hurrikan, der droht, zum schlimmsten Sturm der letzten Jahrzehnte zu werden, hat in der Karibik bereits mehrere Inseln zerstört.

Auch Japan hat in diesem Jahr mit Stürmen und starken Regenfällen zu kämpfen. Hier sind zahlreiche Überschwemmungen und sogar Schlammlawinen gemeldet worden. Die Unwetter sind teilweise so schlimm wie in den letzten 50 Jahren nicht mehr. Genauer gesagt reden wir hier von der Stadt Iki in der Nagasaki Präfektur am 6. Juli dieses Jahres.  Starke Regenfälle und Überschwemmungen meldeten auch die Stadt Sado in der Niigata Präfektur (24. Juli), Anami Oshima in Kagoshima (5. August), Toshima Dorf in Kagoshima (6. August) und Oronoshima in der Präfektur Shizuoka. In der Stadt Sendai regnete es praktisch 36 Tage durchgehend. Dabei hat die Taifun-Saison gerade erst begonnen.

In der Präfektur Fukuoka waren die Regenfälle am 5. und 6. Juli so heftig, dass die Regierung eine „besondere Warnung“ für die Stadt Asakura und das Umland aussprach. Hier fielen in einem Zeitraum von 24 Stunden bis zu 545,5 mm Regen (in Houston waren es ca. 600 mm). Bei den daraus resultierenden Überschwemmungen und Schlammlawinen kamen 36 Menschen ums Leben. Knapp 400.000 der insgesamt 510.000 Menschen wurden direkt evakuiert, dem Rest wurde geraten, das Gebiet zu verlassen oder höhere Gefilde aufzusuchen.

Am 24. Juli wurden nach schweren Regenfällen mehr als 20.000 Einwohner in der Präfektur Akita evakuiert. 485 Häuser waren von den Überschwemmungen betroffen. An dem betroffenen Wochenende fielen dort von Samstag auf Sonntag in der Stadt Akita und auch in Yokote mehr als 300 mm Regen. Verletzte und Tote gab es zum Glück keine. In Daisen wurden am gleichen Wochenende nochmal knapp 21.000 Menschen evakuiert. Betroffen waren rund 8.200 Haushalte.

Überschwemmung Daisen
Ein überschwemmter Abschnitt von Daisen, Akita-Präfektur, von Montag dem 28. August © KYODO

Auch Tokyo hatte dieses Jahr „nasse“ Rekorde zu verzeichnen. Zum ersten Mal seit 40 Jahren regnete es an 20 Tagen durchgehend. Hier fielen in manchen Teilen der Stadt über 100 mm pro Quadratmeter Regen. Das Feuchtigkeitsniveau in der Stadt war das letzte Mal vor 89 Jahren so hoch wie diesen August. In diesem Monat betrug die Luftfeuchtigkeit durchschnittlich rund 85 Prozent. Vergleichbar mit einem Badezimmer nach dem Duschen. Das kondensierende Wasser begünstigt dabei wiederum die Wolkenbildung. Was im Umkehrschluss noch mehr Regenfälle bedeutet.

Japan ist Regen, Stürme und dergleichen gewöhnt, aber die eigentliche Taifunsaison beginnt hier erst im September. Sieht man sich die letzten zwei Monate an, kommt der „richtige“ Regen also erst noch.

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1 Kommentar

  1. Und die Natur ist doch stärker! Dieses Wetter hilft den massakrierten Delfinen Schlußmit den Treibjagden aus Tradition und Geldgier! So hat alles sein positives

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