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Nordkorea: „Es gibt kein Entführungsproblem“

Für Japan ist die Frage um die Entführungen japanischer Staatsbürger durch Nordkorea vor rund 40 Jahren eine wichtige Bedingung für einen möglichen Annäherungsprozess beider Länder. Nordkorea hat das „Entführungsproblem“ nun offenbar verneint.

Kurz nach dem historischen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un sah es zunächst so aus, als ob auch Japan und Nordkorea künftig zu einem Treffen zusammenkommen könnten. In Tokyo wuchs demnach die Hoffnung, die Frage um die Entführungen von Japanern in den 1970er und 1980er Jahren klären zu können, doch laut Angaben der öffentlichen Rundfunkanstalt NHK ließen nordkoreanische Medien nun verlauten, dass es gar kein Entführungsproblem gäbe.

„Japan redet ständig über die Frage der Entführungen japanischer Staatsangehöriger, dabei existiert dieses Problem gar nicht“, so ein Sprecher der Pyongyang Broadcasting Station in Nordkorea. Vielmehr müsse Japan so schnell wie möglich für das bezahlen, was das Land der koreanischen Halbinsel während der Kolonialherrschaft angetan habe.

Seit dem historischen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist es das erste Mal, dass nordkoreanische Medien das Thema erwähnten. Auf Wunsch von Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sprach bereits Donald Trump das Entführungsproblem bei seinem Gespräch mit Kim Jong Un an. Dieser zeigte sich zunächst „offen“ für Gespräche mit Abe.

Im diplomatischen Annäherungsprozess mit Nordkorea stellt Japan gleich drei Forderungen. Neben dem Abbau des Atomwaffenprogramms fordert das Land auch eine Auflösung der Bedrohung durch Kurzstreckenraketen, die in den letzten Monaten vermehrt in der japanischen Sonderwirtschaftszone landeten. Von besonderer Bedeutung ist für Japan allerdings die Frage um die entführten japanischen Staatsbürger.

Die systematische Verschleppung japanischer Bürger durch Nordkorea

In den 1970er und 80er Jahren entführten nordkoreanische Agenten zahlreiche Japaner und missbrauchten diese zu Spionagezwecken. Das Regime in Pjöngjang gab 2002 erstmals zu, insgesamt 13 Personen entführt zu haben. Nach japanischen Medienangaben dürfte die Dunkelziffer der Entführten weit höher liegen. Bisher konnten 5 der Verschleppten in ihre Heimat zurückkehren. Laut nordkoreanischen Angaben seien die übrigen acht verstorben, darunter auch Megumi Yokota, das jüngste und bekannteste Entführungsopfer. Ihre Eltern appellierten in der Vergangenheit mehrmals an Regierung und Öffentlichkeit, ihre Tochter zu retten. Ministerpräsident Shinzo Abe erklärte in den letzten Jahren mehrmals, dass er das Schicksal der verschleppten Japaner als Angelegenheit oberster Priorität sehe. Dabei beteuerte das Staatsoberhaupt, dass er „nicht ruhen werde, bis er alle Verschleppten zurückgeholt habe“.

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