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Erneute Provokation

Nordkorea feuert Rakete über Japan

Nordkorea hat am Dienstag eine Rakete über dem Nordosten Japans abgefeiert, nur wenige Tage nachdem das Land bereits eine Rakete in Richtung Japanisches Meer gestartet hatte.

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Laut des japanischen Verteidigungsministers Yasukazu Hamada flog die Rakete 4.600 km weit und erreicht eine Höhe von 1.000 km. Diese Entfernung reicht aus, um das US-Territorium Guam zu erreichen, wo sich einige Militärstützpunkte befinden.

Fünfter Raketenstart innerhalb von 10 Tagen

Am Dienstag hatte die japanische Regierung eine Warnung herausgegeben, in der die Bewohner der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido und der nordöstlichen Präfektur Aomori aufgefordert wurden, in Gebäuden zu bleiben.

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Nordkorea hat zum ersten Mal seit dem Amtsantritt von Joe Biden als US-Präsident im Januar 2021 eine Rakete über Japan abgefeuert. Zudem war es der fünfte Raketenstart innerhalb von 10 Tagen, was die Zahl der Raketenabschüsse in diesem Jahr auf mehr als 19 erhöht.

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Hamada sagte, dass die Rakete etwa eine Minute lang über Japan flog und außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone des Landes etwa 3.200 km östlich des Landes im Pazifischen Ozean landete.

Der japanische Kabinettschef Hirokazu Matsuno bezeichnete das Vorgehen Nordkoreas als eine unmittelbare Bedrohung für die Region und die internationale Gemeinschaft.

Die japanische Regierung habe über die Botschaft in Peking Protest bei Pjöngjang gegen den Raketenstart eingelegt, sagte Matsuno und fügte hinzu, dass Japan nicht versucht habe, das Projektil zu zerstören, da keine Schäden für das Land zu erwarten seien.

Nordkoreas Handlung ist empörend

Japans Premierminister Fumio Kishida erklärte, Japan protestiere aufs Schärfste gegen den jüngsten Raketenstart, den er als „empörend“ bezeichnete.

Der japanische Außenminister Yoshimasa Hayashi sagte, er sei sich mit seinem amerikanischen Amtskollegen Antony Blinken nach einem Telefongespräch einig gewesen, eng auf die vollständige Denuklearisierung Nordkoreas hinzuarbeiten.

Etwas später führte Hayashi auch Telefongespräche mit dem südkoreanischen Außenminister Park Jin und versprach, eine enge bilaterale und trilaterale Zusammenarbeit unter Einbeziehung der USA aufrechtzuerhalten, um auf die nordkoreanische Bedrohung im U.N.-Sicherheitsrat zu reagieren, so das japanische Außenministerium.

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