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Notunterkünfte von Kinderhilfszentren in Tokyo verletzen die Menschenrechte von Kindern

Kein Blickkontakt, keine Gespräche und Strafen für Kleinigkeiten

Eigentlich sollen Notunterkünfte für Kinder die Situation für ein Kind verbessern, allerdings hat eine Gruppe von Anwälten nun aufgedeckt, dass diese Einrichtungen gegen die Menschenrechte der Kinder verstoßen.

Kindern ist es nicht erlaubt, private Gespräche zu führen und Augenkontakt zu halten, sie werden auch für geringfügige Verstöße bestraft.

Erwachsene wollen Kinder kontrollieren

„Die Vorschriften in Notunterkünften spiegeln die Tendenz der Erwachsenen wider, Kinder zu kontrollieren, und es fehlt ihnen eine Perspektive für den Schutz ihrer Menschenrechte“, heißt es in einem Bericht, den eine Gruppe von Anwälten zusammengestellt hatte, nachdem sie Tokyos sieben Kinderheime kontrolliert hatten.

Notunterkünfte, die von Kinderhilfszentren betrieben werden, beherbergen rund um die Uhr kranke Kinder, beispielsweise Opfer von Misshandlungen und jugendliche Straftäter. Die Kinder können bis zu 2 Monate in diesen Einrichtungen bleiben.

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Der Zugang für Außenstehende war bis vor Kurzem eingeschränkt, obwohl viele Experten Fragen zu der Behandlung der Kinder gestellt haben.

Bestrafung nur für ein Gespräch

Im Bericht werden auch Aussagen von Kindern zitiert: „Ein Neuzugang spricht mit mir, aber ich muss diese Person ignorieren, weil ich sonst bestraft werde. Ich wünsche, ich könnte mit diesem Kind sprechen.“

„Es ist traurig, fernzusehen und etwas zu essen, ohne Worte sagen zu dürfen.“

„Ich bin hergekommen, weil das Leben bei meinen Eltern schwierig ist. Aber dieser Ort ist noch härter“, wird ein weiteres Kind zitiert.

„Ich bin ein Opfer von Missbrauch, aber das erste, was die Mitarbeiter von mir verlangten, ist, dass ich über meine Taten nachdenke“, so ein anderes Kind.

Überprüfung der Notunterkünfte dringend notwendig

Die Untersuchung wurde möglich, da die Verwaltung von Tokyo im Geschäftsjahr 2018 ein Gremium einführte, um auf der Grundlage von Vorschlägen und Erkenntnissen der Rechtsexperten die Notunterkünfte umzustrukturieren.

In ihrem Bericht heißt es, dass die Umstände der Unterkünfte zwar geringfügig voneinander abweichen, den Kindern jedoch private Gespräche generell untersagt sind.

In einer Einrichtung forderten die Mitarbeiter die Kinder auf, Augenkontakt untereinander zu vermeiden.

Wenn Kinder gegen diese Regeln verstoßen, werden sie bestraft, indem sie mit dem Gesicht zur Wand essen müssen oder ein Wörterbuch abschreiben müssen. Außerdem werden sie auch dazu gezwungen, Runden über das Gelände zu laufen.

„Kinder werden bestraft, weil sie gegen die Regeln verstoßen“, heißt es in dem Bericht. Eine solche Disziplinierung sollte auf ihre Angemessenheit hin überprüft werden.

Zu wenig Personal, zu viele Kinder

Das Gremium stellte fest, dass die Unterkünfte überfüllt sind und dass es an Personal mangelt.

Die sieben Notunterkünfte haben 2017 eine Kapazität von 213 freien Plätzen gehabt, aufgenommen wurden allerdings 2.107 Kinder.

Außerdem ist das Gremium der Meinung, dass Kinder wie in einem Tierheim gehalten werden. Sie können auch nicht in eine Schule gehen, solange sie in einer Notunterkunft untergebracht sind.

Zusätzlich wurde der Fall eines 17-jährigen Mädchens erwähnt, das über mehrere Tage in einer Notunterkunft wohnen musste. Die Mitarbeiter zwangen sie, sich vor ihnen nackt auszuziehen und untersuchten sie dann eingehend.

Quelle: TJT

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