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HomeNachrichten aus JapanNTT möchte allen 320.000 Mitarbeitern das Homeoffice ermöglichen

Umweltschutz und Gleichberechtigung sollen auch gefördert werden

NTT möchte allen 320.000 Mitarbeitern das Homeoffice ermöglichen

In der Pandemie hat sich gezeigt, dass viele Jobs sich auch gut von Zuhause aus erledigen lassen. In Japan haben einige Unternehmen Geschmack am Homeoffice gefunden und Nippon Telegraph and Telephone Corp. (NTT) überlegt nun, all seinen Mitarbeitern Telearbeit zu ermöglichen.

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Der Telekommunikationsriesen gab am Dienstag bekannt, dass sie darüber nachdenken, allen 320.000 Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause aus zu erlauben. Mit der drastischen Änderung des Managementstils will man sich an eine Gesellschaft nach der Pandemie anpassen und Arbeitsplatzverlagerungen abschaffen. Bereits jetzt arbeiten bei allen Unternehmen von NTT mindestens 50 Prozent der Mitarbeiter von Zuhause aus.

Mehr Freiheiten für die Mitarbeiter

Nächstes Geschäftsjahr sollen die Tochtergesellschaft von NTT Docomo Inc., NTT Data Corp. und NTT Communications Corp. mit der Dezentralisierung ihrer Zentralen und Managementabteilungen beginnen. Die Standorte sollen dabei von den Hauptstädten in die Kernstädte verlagert werden.

Im Rahmen von Personal- und Arbeitsstilreformen soll gleichzeitig die Zahl der Außenstellen bis 2023 von 60 auf 260 erhöht werden. So soll Mitarbeitern die Wahl des Arbeitsplatzes erleichtert werden. Des Weiteren das „jobbasiertes“ Personalsystem ab Oktober auch auf die Führungspositionen ausgeweitet.

In dem System werden Aufgaben klar definiert und ergebnisorientiert behandelt. Man will so einen effizienten Arbeitsalltag aufbauen. Das Unternehmen hat aber noch viel mehr vor. Sie wollen den Frauenanteil in Führungsposition bis 2025 auf mindestens 25 Prozent bringen.

NTT will grüner werden

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Bis zum Geschäftsjahr 2040 will man hingegen komplett emissionsfrei arbeiten. Ab 2025 sieht man eine komplette Digitalisierung vor, in kein Papier mehr für die Arbeiten benötigt wird. Unternehmen mit Bezug zu Grundstoffindustrien wie Landwirtschaft und Fischerei sollen zusätzlich gefördert werden.

Bei all den positiven Nachrichten wurde aber auch der Skandal von diesem Jahr angesprochen. NTT Präsident Jun Sawada erklärt, dass sie die Initiative ergreifen wollen, um Veränderungen zu bewirken, da es nicht gut sei, mit einem veralteten Arbeitsstil weiterzumachen.

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