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Impfbereitschaft deutlich gesunken

Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung Japans hat sich gegen Omikron impfen lassen

Die japanische Regierung hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich gegen Omikron impfen zu lassen, um so eine achte Infektionswelle zu verhindern. Diesen Aufruf ist aber nur ein kleiner Teil der Menschen in Japan gefolgt.

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Laut Daten des japanischen Gesundheitsministeriums sind bisher gerade mal 17,1 Prozent der Menschen dem Aufruf gefolgt, damit hat die japanische Regierung ihr Ziel weit verfehlt.

Premierminister wollte vergebens ein gutes Beispiel für die Bevölkerung sein

Japans Premierminister wollte mit einem guten Beispiel vorangehen und hat sich, um die Bevölkerung zu animieren, in einem Massenimpfzentrum der SDF gegen Omikron impfen lassen.

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„Der Winter ist die Jahreszeit, in der wichtige Ereignisse wie Aufnahmeprüfungen und Heimreisen stattfinden“, so Kishida nach der Impfung. „Ich hoffe aufrichtig, dass jeder den COVID-19-Impfstoff mit einer positiven Einstellung erhält, um seine Angehörigen und sich selbst zu schützen.“

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Eigentlich war das Ziel der Regierung, dass im Oktober und November mehr als 1 Million Impfdosen pro Tag verabreicht werden. Ende Oktober waren es auch bis zu 1,68 Millionen Dosen pro Tag. Im November brach die Zahl allerdings deutlich ein und es wurden pro Tag zwischen 440.000 und 600.000 Impfdosen verabreicht.

Aber selbst wenn künftig jeden Tag 1 Million Dosen verabreicht werden, werden bis zum Ende dieses Jahres rund 56 Millionen Menschen, also nur die Hälfte der anspruchsberechtigten Bevölkerung ab 12 Jahren, geimpft sein.

Bereitschaft zur dritten Impfung bei jüngeren Menschen eher gering

Dazu kommt, dass sich eher ältere Menschen in Japan impfen lassen. Die Bereitschaft bei jüngeren Menschen ist gering, auch wenn die Befürchtung über eine neue Coronawelle allgemein hoch ist.

In einer Umfrage, die die Stadtverwaltung von Tokio im Oktober unter 1.000 Menschen zwischen 20 und 70 Jahren durchgeführt hat, gaben 58 Prozent der Befragten, die zwei Impfungen erhalten hatten, an, dass sie die dritte Dose eher nicht haben wollen.

Von denjenigen, die die dritte Dosis ablehnen oder sich nicht sicher sind, gaben 35 Prozent an, dass sie bei den vorherigen Impfungen unter Nebenwirkungen gelitten haben. 31 Prozent sagten, sie „zweifeln an der Wirkung des Impfstoffs“.

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