Anzeige
HomeNachrichten aus JapanNur wenige Japaner hielten sich an Evakuierungsbefehl nach Vulkanausbruch vor Tonga

Insgesamt lediglich 4 % der Bewohner der Küstengebiete der Präfektur Iwate

Nur wenige Japaner hielten sich an Evakuierungsbefehl nach Vulkanausbruch vor Tonga

Am 15. Januar war vor der Küste von Tonga ein Unterwasservulkan ausgebrochen. Daraufhin wurde eine Evakuierungsanordnung für die Bewohner der Küstengebiete der Präfektur Iwate erlassen.

Anzeige

Grund dafür war die Sorge vor einem Tsunami, der dem Vulkanausbruch im Südpazifik hätte folgen können. Doch nur etwa 4 Prozent der Menschen befolgte auch tatsächlich diese Anweisungen, wie die Präfekturregierung feststellte.

Nur geringer Teil der Bevölkerung befolgte Evakuierungsanweisung

Während für 47.306 Personen in der nordostjapanischen Präfektur ein Evakuierungsbefehl ausgestellt worden war, wurden nach Angaben der Präfektur nur etwa 1.984 Personen tatsächlich evakuiert.

LESEN SIE AUCH:  Japan schickt Schiff mit Hilfsgütern nach Tonga

Die niedrige Evakuierungsrate ist offenbar unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Anordnung in der Nacht und im Winter erlassen wurde und der Tsunami nicht durch ein Erdbeben ausgelöst wurde. Als Reaktion auf diese jüngsten Zahlen wird die Präfekturregierung von Iwate Gespräche mit den örtlichen Gemeinden über Maßnahmen und Probleme bei der Evakuierung aufnehmen.

Gouverneur ruft zu mehr Vorsicht auf

Nach Angaben der Präfekturregierung wurden in der Stadt Kuji, die eine Welle von einem Meter und zehn Zentimetern zu verzeichnen hatte, die meisten Menschen evakuiert: 574 Personen, also etwa 17 Prozent, suchten Schutz. Es folgten Ofunato mit 377 Evakuierten (ca. 10 Prozent) und Miyako mit 369 (ca. 5 Prozent), dennoch war die Evakuierungsrate insgesamt niedrig.

Anzeige

In einer regulären Pressekonferenz am 26. Januar sagte der Gouverneur von Iwate, Takuya Tasso: „Unvorhersehbare Dinge, wie ein gefährlicher Anstieg des Flutpegels, hätten passieren können, zumal es sich um einen Tsunami handelte, der durch einen noch nie dagewesenen großen Vulkanausbruch ausgelöst wurde. Im Falle eines Tsunamis besteht die grundsätzliche Reaktion darin, zu evakuieren, ohne sich vor einem vergeblichen Versuch zu scheuen, auch wenn es am Ende keine große Sache ist.“

Die Präfekturregierung wird die Gemeindeverwaltungen bitten, Fragebögen zu beantworten und mit Katastrophenschutzexperten und anderen Personen darüber zu diskutieren, wie die Bewohner zur nächtlichen Evakuierung angehalten werden können und wie sie sich während der Evakuierung warm halten können. Die Ergebnisse werden bis zum Ende dieses Steuerjahres zusammengestellt.

Anzeige
Anzeige