Anzeige
HomeNachrichten aus JapanOberstaatsanwalt von Tokyo tritt wegen Glücksspiel-Skandal zurück

Kurokawa Hitomi traf sich während des Ausnahmezustandes zum Glücksspiel

Oberstaatsanwalt von Tokyo tritt wegen Glücksspiel-Skandal zurück

In letzter Zeit sind die Staatsanwälte von Japan wegen einer überlegten Gesetzesänderung ziemlich im Gespräch. Am Donnerstag sorgte der Oberstaatsanwalt von Tokyo, Kurokawa Hitomi, allerdings aus einem anderen Grund für Aufsehen. Aufgrund eines Glücksspiel-Skandals gab er überraschend seinen Rücktritt bekannt.

Anzeige

Auslöser für den Skandal war ein Artikel der Zeitschrift Shukan Bunshun. Laut dem Artikel soll Hitomi bei einem Zeitungsreporter zu Hause am 1. Mai und 13. Mai Mahjongg mit Geld gespielt haben. Zu dem Zeitpunkt befand sich Tokyo bereits im Ausnahmezustand und Menschen wurden intensiv aufgefordert zu Hause zu bleiben und nicht unnötig herauszugehen.

Abe akzeptiert den Rücktritt

Kurokawa bestätigte bereits die Vorwürfe in einer Erklärung. Die Justizministerin Mori Masako gab dazu bekannt, dass sie die Rücktrittserklärung von Kurokawa erhalten und akzeptiert hat. Sie selbst verurteilt das Verhalten von ihm und bezeichnet es als unangemessen.

LESEN SIE AUCH:  Japans ehemaliger Justizminister und seine Frau werden wegen Wahlskandal befragt

Mori bestätigte, dass sie Premierminister Shinzo Aber über den Skandal informiert hat. Abe akzeptiert ebenfalls den Rücktritt von Kurokawa. Der Rücktritt wird deswegen am Freitag offiziell im Kabinettstreffen bekannt gegeben. Laut Mori wollen sie trotz des Skandals und der Proteste weiter an der Gesetzesänderung festhalten.

Kurokawa diente als Vorbild für Gesetzesänderung

Anzeige

Einige Personen von der Staatsanwaltschaft erklärten, dass der Skandal zu dem schlechtesten Zeitpunkt kommt, den sie sich vorstellen können. Sie spielen damit auf die Gesetzesänderung an, mit der ausgewählte öffentliche Staatsanwälte über das Rentenalter hinaus im Amt bleiben dürfen.

Kurokawa selbst galt im Januar laut der Regierung noch als eine wichtige Persönlichkeit und verschob seinen Ruhestand durch eine andere Auslegung des aktuellen Gesetzes. Er war damit der erste Staatsanwalt, bei dem auf diesem Weg der Ruhestand nach hinten geschoben wurde. Aus diesem Grund gab es besonders von der Opposition viel Kritik und sie warfen der Regierung vor, dass sie Kurokawa zum Generalstaatsanwalt machen wollen.

NHK

Anzeige
Anzeige