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Oberster Gerichtshof in Japan beendet Gerichtsverfahren um Aum-Sekte

Der Oberste Gerichtshof in Japan hat nach vielen Jahren das letzte Gerichtsverfahren der ehemaligen Aum-Sektenmitglieder beendet.

Die Sekte mit ihren 192 verurteilten Mitgliedern ist auch in der westlichen Welt bekannt, nachdem sie am 20. März 1995 einen tödlichen Nervengasangriff in der Tokyoter U-Bahn durchführten. Bei dem damaligen Angriff starben 13 Menschen, woraufhin die Polizei die Sektenmitglieder verhaftete. Das letzte Mitglied der Sekte, Katsuya Takahashi war 17 Jahre auf der Flucht, bis er verhaftet wurde. Im Anschluss wurde er wegen Mordes und anderer Anschuldigungen in vier Fällen angeklagt und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Takahashi ging in Berufung, nachdem er alle Anklagepunkte angefochten hatte, doch auch der Oberste Gerichtshof hat die Haftstrafe bestätigt. Der Sektenführer Chizuo Matsumoto, aka Shoko Asahara, und zwölf weitere Mitglieder der Sekte wurden bereits in anderen Verfahren zum Tode verurteilt. Da sie aber gegen andere Mitglieder aussagen mussten, wurden die Todeskandidaten bis heute nicht hingerichtet. Matsumoto selbst plädierte für nicht schuldig. Doch als das Gericht ihn zum Tode verurteilte, hörte er auf zu sprechen. Nachdem nun auch der letzte Prozess beendet wurde, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Todesurteile vollstreckt werden.

Die Ōmu Shinrikyō werden in der westlichen Presse oft als Aum-Sekte betitelt, doch der eigentliche Name bedeutet etwa „Om-Lehre der Wahrheit“. Die Sekte wurde bereits 1987 als neureligiöse Gruppierung gegründet und war auch in Russland stark vertreten. Der eigentliche Giftgasanschlag wurde von fünf Mitgliedern der Sekte zur morgendlichen Hauptverkehrszeit in fünf am Bahnhof Kasumigaseki zusammentreffenden Pendlerzügen durchgeführt. Insgesamt verletzten die Täter 1.000 Menschen, 37 von ihnen schwer. 5.000 weitere Menschen meldeten sich in Krankenhäusern, weshalb die Polizei 2010 die Opferzahlen auf 6.252 revidierte.

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