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Ab nächsten Monat verteilt Okayama Zertifikate

Okayama zertifiziert als nächste Gemeinde in Japan gleichgeschlechtliche Partnerschaften

Mit dem 1. Juni ist weltweit der sogenannte Pride Month gestartet. In sämtlichen Ländern wird in dieser Zeit besonders stark für die Rechte der LGBT+ Community gekämpft. So wird in Japan weiterhin laut die gleichgeschlechtliche Ehe gefordert. Einen weiteren Schritt in die richtige Richtung machte nun die Stadt Okayama in der gleichnamigen Präfektur, die nun ebenfalls gleichgeschlechtliche Paare zertifiziert.

Am Montag, passend zum Beginn des Pride Month, gab die Stadt bekannt, dass sie ab dem 1. Juli nun Zertifikate für gleichgeschlechtliche Paare ausstellen. Die Paare erhalten damit überwiegend die gleichen Rechte wie ein heterosexuelles Ehepaar. Das bedeutet unter anderem, dass sie ein Recht auf die gleichen staatlichen Leistungen haben und wie verheiratet behandelt werden.

Zusammenarbeit mit anderen Städten

Wie üblich gilt das Dokument jedoch nur für Paare, die in der Stadt leben oder vorhaben hinzuziehen. Sollten sie in eine Gemeinde ziehen, wo es keine Zertifikate gibt, verlieren sie ihren Status wieder und die Dokumente sind nicht allgemein rechtsgültig.

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Allerdings hat Okayama selbst zusätzlich eine Vereinbarung mit der Stadt Soja in Okayama geschlossen, dass sie gegenseitig ihre Zertifikate an erkennen. Soja hat bereits seit letztem Jahr das System. Gleichermaßen gibt es eine Zusammenarbeit mit der Stadt Hiroshima, die dieses Jahr die Zertifikate starten. Eine weitere Kooperation ist zusätzlich mit Takamatsu in Kagawa in Überlegung, die ebenfalls seit diesem Jahr die Paare anerkennen.

Immer mehr Gemeinden bieten Zertifikate an

Dazu führen immer mehr Kommunalverwaltungen das System als Ersatz für die offizielle Ehe ein. Mit Okayama sind es mittlerweile fast 50 Kommunen, die derartige Zertifikate für Paare aus der LGBT+ Community anbieten. Dazu gehören unter anderem die Präfekturen Ibaraki und Osaka, Yokohama, Kumamoto und mehrere Bezirke von Tokyo.

Für 2020 haben noch weitere Kommunen vor, die Zertifikate einzuführen. Für Juli haben Inabe und Kawasaki die Zertifikate geplant. Im September will die Stadt Kyoto das System einführen. Weiter planen für dieses Jahr Akashi, Hayama, Koganei, Koshigaya und Narashino, gleichgeschlechtliche Paare anzuerkennen. Fujisawa plant die Durchsetzungen hingegen erst für April 2021.

Kyodo

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