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Okinawas Regierung hält Anhörung zur Beendigung der Landgewinnung ab

Nachdem Takeshi Onaga, Gouverneur von Okinawa, am Mittwoch verstorben ist, hat die lokale Regierung am Donnerstag eine Anhörung abgehalten. Ziel war die Entwicklung eines Planes zum Stopp des Landgewinnungsprojektes, das die Tokyoter Regierung zur Verlagerung einer Militärbasis initiiert hat.

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Einen Monat vor dem Tod von Onaga hatte dieser angekündigt, dass er den Prozess zum Widerruf der Genehmigung für die Rekultivierungsarbeiten beginnen will. Das Land soll eigentlich erschlossen werden, um die US Marine Corps Futenma Air Station in ein weniger besiedeltes Gebiet in der Stadt Nago zu verlegen. Doch die Genehmigung für die Landgewinnung und die Verlegung wurde von Takeshi Onagas Vorgänger unterzeichnet. Laut Onaga habe es die Regierung versäumt, genügend Maßnahmen zum Schutz der Umwelt zu ergreifen. So sei eine seltene Korallenart nicht umgesiedelt worden, bevor mit den Rekultivierungsarbeiten angefangen wurde.

Die Anhörung am Donnerstag soll ein Teil des Widerrufsverfahrens sein. Die Regierungsmitarbeiter tagten hinter verschlossenen Türen im Präfekturbüro in Naha und diskutierten rund zweieinhalb Stunden. Bei der Anhörung argumentierten die Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums aus Tokyo gegen die von Okinawa erhobenen Anschuldigungen.

Deshalb wollten sie auch die Anhörung verlängern, um die Erklärung der Präfektur widerlegen zu können. Doch Okinawa lehnte die Forderung des Verteidigungsministeriums ab und beendete das Verfahren. Die endgültige Entscheidung über den Widerruf wird auf der Grundlage der Anhörung getroffen. Nun warten alle darauf, ob die Präfektur nach dem Tod von Onaga die Genehmigung zurückziehen wird, die Onagas Vorgänger Tokyo übermittelt hatte, und gegen die der kürzlich Verstorbene so vehement protestierte.

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Quelle: NHK

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