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HomeNachrichten aus JapanOlympische Freiwillige singen Nationalhymnen, um internationale Athleten anzufeuern

204 Hymnen wurden aufgenommen

Olympische Freiwillige singen Nationalhymnen, um internationale Athleten anzufeuern

Dieses Jahr finden die Olympischen Spiele ein wenig anders statt als sonst. In Tokyo ist kaum Jubel für die Sportler zu hören, denn Zuschauer sind nicht erlaubt. Aus dem Grund haben Olympische Freiwillige angefangen, die verschiedenen Nationalhymnen zu singen, um die Sportler anzufeuern.

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Die Nippon Foundation Volunteer Support Center hat das Projekt „Yell for one“ gestartet, nachdem die Stellen von einigen Freiwilligen aufgrund der Pandemie wieder gestrichen wurden. Zusammen singen sie nun die Hymnen von den 204 Ländern und Regionen, die an den Spielen teilnehmen.

Mit Gesang Mut machen

Insgesamt 1.318 Freiwillige haben gemeinsam mit ihren Familien und Freunden mitgewirkt. Die Sänger nahmen sich dabei selbst zu Hause auf und wurden anschließend für die YouTube-Videos zusammengeschnitten. Die Menschen gaben sich dabei große Mühe, die Texte zu lernen und richtig auszusprechen.

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Dank einer Weltkarte auf der Webseite des Zentrums, sind die Videos zu den Ländern schnell zu finden. Es gibt dazu noch weitere englische Informationen zu den Olympischen Spiele und die Arbeit der Freiwilligen.

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Das Zentrum erklärte zu „Yell for one“, dass sie der Welt mitteilen wollen, dass sie alle Sportler anfeuern, auch wenn es die starken Einschränkungen gibt. Viele der Freiwilligen hatten vorab gesagt, dass sie gerne ein Teil der Spiele sein wollen, aber wegen der derzeitigen Lage nicht können. Als Reaktion wurde das Projekt gestartet.

Freiwillige sind wegen der Pandemie frustriert

Die 37 Jahre alte Akiko Shinoda hatte für das Event extra Englisch und Gebärdensprache gelernt, weswegen sie traurig und sehr enttäuscht war, als man ihr absagte. Dann wurde sie aber auf das Projekt aufmerksam, an dem nun auch ihre Familie und ihre Eltern teilnehmen. Zusammen sangen sie die Hymne für Antigua und Barbuda.

Shinoda hatte zuvor noch nie was von dem Land gehört, trotzdem übte sie hart, um alles richtig singen. Am Ende freute sie sich, dass sie doch etwas tun konnte, um den Geist der Gastfreundschaft zu vermitteln und sie hofft, dass die Athleten ihren Gesang mögen. Ihre sieben Jahre alte Tochter war auch begeistert und will die Insel nun besuchen.

Die Olympischen Freiwilligen mussten in den letzten Monaten mit viel Frust leben. Ursprünglich wurden für die Paralympischen und Olympischen Spiele 80.000 Freiwillige eingeplant. Aufgrund von Skandalen, der Verschiebung und der Unsicherheit durch die Pandemie sprangen um die 10.000 Personen ab.

Es wurde daraufhin angekündigt, dass die Helfer mehrmals und länger zum Einsatz kommen sollen, um die Verluste auszugleichen. Nun wurden aber viele Aktivitäten wegen der hohen Ansteckungsgefahr doch abgesagt und die Zuschauer ausgeschlossen, sodass einige Helfer, wie die für die Bahnhöfe, nicht mehr gebraucht werden.

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