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HomeNachrichten aus JapanOlympische Spiele in Tokyo haben weniger gekostet als veranschlagt wurde

Streit um die Finanzierung geht allerdings weiter

Olympische Spiele in Tokyo haben weniger gekostet als veranschlagt wurde

Kyodo: Die Kosten für die Olympischen Spiele sind um mindestens 150 Milliarden Yen (1,171 Milliarden Euro) weniger als ursprünglich veranschlagt worden, da sie größtenteils ohne Zuschauer stattgefunden haben, was die Arbeitskosten deutlich senkte.

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Die gesunkenen Kosten haben damit die auf rund 90 Milliarden Yen (ca. 703 Millionen Euro) geschätzten Verluste durch entgangenen Ticketverkäufe mehr als wett gemacht.

Olympischen Spiele kosteten weniger als 1,5 Billionen Yen

Die Gesamtkosten für die Olympischen Spiele, die sich das Organisationskomitee, die japanische Regierung und die Verwaltung des Großraums Tokyo teilen, betragen damit weniger als 1,5 Billionen Yen (ca. 11,715 Milliarden Yen).

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Die Organisatoren hatten das Gesamtbudget im Dezember 2020 von ursprünglich 1,35 Billionen Yen (ca. 10.,545 Milliarden Euro) auf 1,64 Billionen Yen (ca. 12,812 Milliarden Euro) erhöht, da die Spiele wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben worden sind.

Über die Frage, wer für die Verluste, die sich aus den nicht verkauften Tickets ergeben, hatte es Streit gegeben. Für den Fall, dass das Organisationskomitee in die roten Zahlen gerät, ist grundsätzlich die Stadtverwaltung von Tokyo für die Deckung des Defizits zuständig. Sollte sie die Forderungen nicht bedienen können, würde die japanische Regierung einspringen.

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Bis Ende des Jahres soll eine Einigung über die Aufteilung der Gesamtkosten erzielt werden.

An den 17-tägigen Olympischen Spielen in Tokyo, dem größten Sportereignis seit Ausbruch des Coronavirus Anfang letzten Jahres, nahmen bis zum 8. August etwa 11 000 Sportler aus über 200 Ländern und Regionen teil.

Kosten immer noch höher, als die bei der Bewerbung, veranschlagte Summe

Fast alle Austragungsorte waren zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele ohne Zuschauer, da Japan mit den höchsten Infektionszahlen seit vielen Monaten zu kämpfen hatte und in Tokyo zum vierten Mal der Ausnahmezustand verhängt wurde.

Die Kosten für die Austragung blieben zwar hinter den Erwartungen zurück, lagen aber dennoch deutlich über den 734 Milliarden Yen (ca. 5,736 Milliarden Euro), die Japan bei der Bewerbung um die Spiele im Jahr 2013 veranschlagt hatte.

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