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HomeNachrichten aus JapanOlympische Spiele in Tokyo warfen große Mengen an Medizinprodukten weg

Komitee hat für Paralympics vorgesorgt

Olympische Spiele in Tokyo warfen große Mengen an Medizinprodukten weg

Tokyo hat die Olympischen Spiele als besonders nachhaltig beworben. Wie sich nun zeigt, wurden aber kistenweise Medizinprodukte einfach weggeworfen.

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Das Organisationskomitee der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokyo gab am Dienstag zu, dass sie große Mengen an medizinischen Produkten wie Masken und Kittel weggeworfen haben.

Medizinprodukte sollten eigentlich weiter verwendet werden

Insgesamt wurden Sachen im Wert von etwa 5 Millionen Yen (ca. 38.370 Euro) weggeschmissen, weil sie an neun Austragungsorten nicht gebraucht wurden. Genau waren es 660 Schachteln mit je 50 Masken, 3.400 medizinische Kittel und etwa 380 Flaschen Desinfektionsmittel.

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Dass sie direkt in den Müll wanderten, erklärte das Organisationskomitee damit, dass sie keinen Lagerraum für die Sachen hatten. Eine Weitergabe an Gesundheitspersonal hätte dazu, laut ihren Angaben, zu lange gedauert.

Es wurde auch versucht, die Sachen bei den Paralympics zu nutzen, aber es wurde festgestellt, dass sie bereits im Müll waren. Nach Angaben des Komitees wurden 10 Prozent der eingekauften Medizinprodukte weggeworfen.

Lagerräume für die Paralympics gesichert

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Für die Verschwendung entschuldigte sich Satoshi Yamashita, der Executive Director of Operations des Komitees. Es tue ihnen sehr leid, dass sie keine Lagerräume vorbereitet haben und deswegen die Medizinprodukte wegwerfen mussten.

Für die Paralympics wollen sie es besser machen. Sie haben von der Regierung von Tokyo Räumlichkeiten zur Verfügung bekommen, in denen sie nach den Spielen die Produkte lagern werden. Man wird dabei versuchen, so viele Sachen wie möglich zu verschenken.

Die Olympischen Spiele fallen nicht zum ersten Mal durch Verschwendung auf. Erst vor wenigen Tagen wurde bestätigt, dass kiloweise Mahlzeiten und Snacks im Müll landeten, weil sie nicht gegessen wurden. Allerdings hatte das Komitee schnell daraus gelernt und seine Logistik für die Paralympics geändert.

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