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Viel Geld für fast nichts

Olympischen Spiele werden zum Marketingdesaster für Sponsoren

Eigentlich sind die Olympischen Spiele ein Marketingfest für die Sponsoren, zwar zahlt man viel Geld, aber mit den Spielen zu werben lohnt sich.

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Da die Spiele allerdings auf großen Widerstand stoßen, haben die Sponsoren ein Problem, denn es wurde viel Geld bezahlt, aber Werben lässt sich mit der Veranstaltung kaum.

361 Milliarden Sponsorengelder für die Olympischen Spiele

Rund 60 japanische Unternehmen haben 361 Milliarden Yen (ca. 2.69 Milliarden Euro) in die Olympischen Spiele investiert. Einige Unternehmen wie Toyota haben mehrjährige Partnerschaften.

Umfragen zeigen allerdings, dass die meisten Menschen in Japan eher der Meinung sind, dass die Spiele abgesagt oder noch einmal verschoben werden sollte. Keine Erfolg versprechenden Aussichten für Olympia-Marketing.

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Dazu kommt,  dass die Spiele nur mit wenigen Zuschauern vor Ort stattfinden werden, da es bereits feststeht, dass Zuschauer aus dem Ausland nicht zugelassen werden, was besonders die Firmen schadet, die direkte Dienstleistungen an den Veranstaltungsorten anbieten.

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Zwar können die Sponsoren durch die TV-Übertragungen der Olympischen Spiele mit einem Werbeeffekt rechnen, aber da Japan gerade in einer vierten Infektionswelle steckt, haben nicht wenige Unternehmen die Sorge, dass dies zu einem Marketingdesaster werden wird.

Toyota hatte im April bereits eingeräumt, dass Marketing mit den Olympischen Spielen nicht sehr viel bringen wird.

Widerstand wird größer

Seitdem ist der Widerstand allerdings deutlich stärker geworden, selbst die zweitgrößte Tageszeitung „Asahi Shimbun“, auch ein Sponsor der Spiele, hat die Absage in einem Leitartikel gefordert.

Was die Situation noch verschlimmert, ist das Verhalten des IOC, dass man getrost als Arrogant betiteln kann. Aussagen wie: „Selbst wenn der Premierminister die Spiele absagt, werden sie trotzdem stattfinden“ oder „Für die Spiele müssen Opfer erbracht werden„, befeuern den Unmut der Menschen weiter.

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Eine CEO´s von großen Unternehmen gehen sogar noch weiter wie der CEO von Rakuten, der die Spiele eine „Himmelfahrtskommando“ nannte.

Auch die japanische Regierung macht alles andere als eine gute Figur, jegliche Kritik wird ignoriert und immer wieder wird der Satz „die Spiele werden sicher sein“ praktisch heruntergebetet.

Die gesamte Situation führt dazu, dass die Sponsoren sehr vorsichtig sein müssen, wie sie die Olympischen Spiele für ihr Marketing nutzen, denn eine Werbung kann sehr schnell falsch aufgefasst werden und so anstelle von Verkaufsfördernd eher das Gegenteil erzeugen.

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