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Online-Aufschrei, nachdem elitärer älterer Fahrer nach einem tödlichen Unfall in Japan nicht verhaftet wurde

Nachdem ein älterer Fahrer mit seinem Auto eine Mutter in Japan überfahren hatte, gab es nun einen Online-Aufschrei, da der Fahrer nicht verhaftet wurde.

Der Unfall endete zwar tödlich, doch die Polizei ist der Meinung, dass eine Verhaftung nicht nötig sei. „Es bestehe keine Gefahr, dass der Fahrer Beweise vernichtet oder versucht, zu fliehen, da er zur Zeit in einem Krankenhaus behandelt wird“, so ein Sprecher der Polizei.

Viele User in Japan sind allerdings der Meinung, dass der Fahrer zur Elite gehört und er daher nicht mit Konsequenzen rechnen muss. Tatsächlich handelt es sich bei dem Unfallverursacher um den ehemaligen Leiter der Agentur für industrielle Wissenschaft und Technologie.

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Bei dem Unfall am 19. April in Ikebukuro in Tokyo überfuhr der Fahrer eine 31-jährige Mutter mit ihrer dreijährigen Tochter. Die beiden fuhren mit dem Fahrrad gerade an einer Kreuzung los, nachdem die Ampel auf Grün gesprungen war.

Strafprozessordnung sieht Verhaftung vor

Eigentlich sieht die Strafprozessordnung in so einem Fall vor, dass der Verdächtige verhaftet wird, wenn ein mutmaßlicher Grund zur Annahme besteht, dass ein Verbrechen begangen wurde und Fluchtgefahr besteht. Da bereits klar ist, dass der Fahrer den Unfall verursacht hat, wäre eine Verhaftung also kein Problem. Allerdings wurde er mit einer gebrochenen Rippe in ein Krankenhaus eingeliefert und daher sehe die Polizei keine Fluchtgefahr.

Online verglichen viele Menschen diesen Unfall mit einem Busunglück am 21. April, bei dem zwei Menschen in Kobe ums Leben gekommen sind. Nachdem die Polizei eingetroffen ist, wurde der Busfahrer vor Ort festgenommen. Daher wird vermutet, dass der Grund, wieso der Fahrer in Tokyo nicht festgenommen wurde, die Tatsache sei, dass er ein hochrangiger Politiker sei.

Misstrauen gegen die Regierung und der Politik

Die Polizei bestreitet diese Spekulation allerdings und teilte mit, dass die Ermittler zum Zeitpunkt des Unfalls nur wussten, dass der Fahrer arbeitslos war und erst später herausfanden, um wen es sich handelt. Da der Busfahrer in Kobe nicht verletzt wurde, konnte man ihn auch direkt mitnehmen.

„Das Gefühl, dass Personen, die sich nahe an der politischen Macht befinden, außer Kontrolle geraten sind, hat sich in der Gesellschaft verbreitet. Das unlogische Denken, dass der Elite-Status von Iizuka die Entscheidung beeinflusst, ob der ehemalige Bürokrat verhaftet werden soll oder nicht, verbreitete sich in der Öffentlichkeit“, so Ikuo Gonoi, ein Politikwissenschaftler.

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Er vermutet, dass hinter dieser Wut der Öffentlichkeit ein Misstrauen gegenüber der Regierung und der Politik steckt.

Quelle: MS, AS, JT, Kyodo

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