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Oppositionsführer fordern Rücktritt von Shinzō Abe

Nachdem Japans Premierminister Shinzō Abe bekannt gab, dass er die geplante Erhöhung der Verbrauchssteuer um 2 ½ Jahre verschieben möchte, fordern Oppositionsführer nun seinen Rücktritt.

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Die Verbrauchssteuer sollte bereits im Oktober 2015 von 8 auf 10 Prozent angehoben werden. Doch Premierminister Abe verschob nach einer Wahl im Unterhaus die Erhöhung auf April 2017.

Katsuya Okada, Präsident der Demokratischen Partei, erzählte am Sonntag einer Journalistin, dass Abe einen Haushaltsausschuss einberufen sollte, um eine vollständige Erklärung an die Öffentlichkeit zu geben.

Er wies darauf hin, dass die Erhöhung so erst nach Abes Amtszeit stattfinden würde. Dieser Vorschlag ist laut Okada unverantwortlich.

Der Vorsitzende von Japans kommunistischen Partei Kazuo Shii sagte, dass die mögliche Verzögerung zeigt, dass Abes Wirtschaftspolitik und sein Plan zur Erhöhung der Verbrauchersteuer gescheitert ist.

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Er kritisierte Abe für den Versuch, die Schuld für sein Versagen der Weltwirtschaft zuzuschieben. Abe sei so unverantwortlich, dass er nicht für die japanische Wirtschaft zuständig sein sollte.

Vier Oppositionsführer prüfen derzeit, ob sie am Montag ein Misstrauensantrag gegen Abes Kabinett vorlegen wollen.

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