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Organisation gibt beim Tsunami verloren gegangene Gegenstände zurück

In wenigen Tagen jähren sich zum achten Mal das Tōhoku-Erdbeben und der verheerende Tsunami von 2011. Noch immer erholen sich viele Regionen von der Katastrophe und befinden sich im Wiederaufbau. Zahlreiche Menschen verloren während des Tsunamis ihr komplettes Hab und Gut sowie wertvolle Erinnerungen. Eine Organisation versucht nun, zumindest einige ihrer vermissten Gegenstände wieder zurückzugeben.

Die Stadt Rikuzentakata in der Präfektur Iwate beauftragte die private Organisation mit dem Sammeln der privaten Gegenstände, die beim Tsunami verloren gingen. Aktuell befinden sich trotz der langen Zeit immer noch 75.000 persönliche Sachen in ihrem Besitz. Darunter befinden sich zahlreiche Fotos, Briefe und Abschlusszertifikate.

Um die Chance zu erhöhen, die Besitzer der Dinge zu finden, stellte die Organisation sie in verschiedenen Städten aus. Viele der Überlebenden zogen nämlich weg oder blieben in dem Ort, in dem sie evakuiert waren. Aktuell ist die Sammlung in Tokyo zu sehen, wo viele Evakuierte sich neu ansiedelten.

Menschen können sich entweder direkt die Gegenstände angucken oder mithilfe eines Computerterminals direkt nach ihnen suchen. Der Terminal gibt anschließend den genauen Standort in der Ausstellung an.

Familienerinnerungen sind oft das Einzige, was bleibt

Dass die Aktion erfolgreich ist, zeigte sich bereits an den ersten Tagen. Ein 55-jähriger Mann erklärte Reportern, dass er mehrere Fotos von seinem Vater und seiner Mutter fand. Beide kamen in den Fluten um, als der Tsunami das komplette Familienhaus zerstörte. Mit dem Wasser gingen ebenfalls die Familienfotos verloren. Er zeigte sich deswegen sehr glücklich, die Bilder zu finden. Es war für ihn ein herzerwärmender Moment, der wertvolle Erinnerungen für ihn zurückbrachte. Erinnerungen sind für ihn alles, was ihm nach dem Tsunami bleibt.

Die Organisation stellt noch bis zum 12. März die Gegenstände aus und hofft, dass weitere Überlebende ihre Erinnerungsstücke finden. Hauptorganisator Mari Akiyama ruft deswegen alle Evakuierte in Tokyo auf, zumindest die Webseite mit den Fotos der Gegenstände zu besuchen.

Quelle: NHK

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