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Organisation versorgt Tiere

Organisation rettet nach Atami-Schlammlawine zahlreiche Haustiere

Vor einigen Wochen überraschte eine riesige Schlammlawine die Menschen in der japanischen Stadt Atami. Anwohner wurden weitläufig evakuiert und mussten oft alles zurücklassen, auch ihre Haustiere. Dank einer gemeinnützigen Organisation konnten aber viele noch nachträglich gerettet werden.

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Die Organisation Kusunoki, die sich regulär um Katzen kümmert, bestätigte am Freitag, dass sie fast 80 Haustiere und auch Streuner nach der Lawine außer Gefahr gebracht hätten.

Besitzer können Haustiere nicht selbst retten

Nachdem sich am 3. Julis die Katastrophe ereignet hatte, wurde die Chefin Mika Nasu abends von verzweifelten Bekannten benachrichtigt. Sie mussten auf Anweisung der Rettungskräfte das Gebiet evakuieren und haben dabei ihre Katze sowie einen Hund zurücklassen müssen.

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Nasu wurde erklärt, dass das Haus zwar sicher sei, aber man kein Auto habe, um die Tiere zu retten. Sie stimmte einer Rettung zu und am nächsten Tag holten Freiwillige den Hund und die Katz ab. Auch aus anderen Häusern wurden Tiere gerettet, die von ihren Besitzern zurücklassen werden mussten.

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Die Organisation richtete ein Katastrophentierrettungszentrum ein, um besser helfen zu können. Anfragen bekamen sie übers Telefon, per E-Mail oder über die sozialen Medien. Zurzeit bieten sie zusätzlich weitere Unterstützung an und liefern bei Bedarf Vorräte wie Lebensmittel oder Käfige.

Die Nachfrage war dabei enorm und es wurde Tag und Nacht gearbeitet, um möglichst schnell den Tieren zu helfen. Teilweise schliefen die Helfer pro Tag nur drei bis vier Stunden. Den Mitarbeitern war es die Mühe aber Wert, denn sie wollten die Vierbeiner nicht einfach sterben lassen.

Stadt bittet um Hilfe

Doch nicht immer können Nasu und ihre Kollegen helfen. Wenn Häuser im gefährdeten Gebiet stehen oder beschädigt sind, müssen Feuerwehrleute die Tiere holen. Zusätzlich nimmt das Hotel, in dem ein großer Teil der Evakuierten untergekommen ist, keine Tiere auf. Ein Problem, dass es schon lange bei den Evakuierungszentren in Japan gibt.

Aus dem Grund bat die Stadtregierung Kusunoki direkt, ob sie vorübergehen auf die Haustiere aufpassen könnten. Viele Hunde und Katzen wohnen deswegen nun vorübergehen bei Mitarbeitern oder im Gebäude der Organisation. Gleichzeitig ruft Nasu dazu auf, dass Besitzer sich bei ihnen melden sollen, wenn sie Hilfe benötigten. Vorräte hätten sie zurzeit genug.

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