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Organisation warnt vor illegalem Handel mit gefährdeten Ottern

Die meisten Menschen in Japan besitzen Katzen oder Hunde als Haustiere. Doch andere Tiere wie Otter werden ebenfalls immer beliebter. Eine Nichtregierungsorganisation für den Schutz wild lebender Tiere (NGO) warnt allerdings nun vor der illegalen Einführung von gefährdeten Ottern.

Die Organisation Traffic verzeichnete zwischen 2016 und 2018 insgesamt 39 geschmuggelte Otter. Die meisten davon galten als gefährdete Arten und waren demnach verboten. Alle Tiere beschlagnahmten die japanischen Behörden. Da die Nachfrage in Japan jedoch groß ist, glaubt Traffic, dass es organisierte Schmuggler gibt, die die Tiere ins Land bringen.

Während es 2016 nur insgesamt sechs Tiere waren, gab es 2017 schon 32. Insgesamt waren es nur zwei Sendungen 2016 und drei in 2017 die alle aus Thailand stammten. Trotzdem zeigen die Zahlen, wie massiv die Nachfrage steigt. Laut dem Washingtoner Abkommen zum Tierhandel gelangen zwischen 2000 und 2016 74 lebende Zwergotter nach Japan.

Mehr zum Thema:  Männer versuchen, Otterbabys nach Japan zu schmuggeln

Viele Käufer scheinen sich jedoch nicht bewusst zu sein, dass bestimmte Arten gefährdet sind. Zu der am meisten geschmuggelten Art gehören Zwergotter. Sie stehen schon seit Jahren auf der Roten Liste der internationalen Naturschutzunion und sind vom Aussterben bedroht. Sie sind in Südostasien beheimatet und in Thailand, Indonesien und Malaysia sowie in Südchina und Indien zu finden.

Tiercafés Schuld an dem Problem

Das Übereinkommen zum internationalen Handel mit gefährdeten wild lebenden Tier- und Pflanzenarten soll eigentlich Schmuggel verhindern. Ohne schriftliche Genehmigung der Behörden des Landes, aus dem die Tiere stammen, dürfen sie in kein anderes Land. Thailand versucht zusätzlich mit einem kompletten Ausfuhrverbot von Tieren zu Geschäftszwecken den illegalen Handel zu stoppen.

Doch das scheint leider nichts zu bringen und japanische Liebhaber und Tiercafés befeuern den Boom nur. Mittlerweile vermuten Experten, dass Japaner mehrere hundert Zwergotter selbst dank der illegalen Tiere züchten. Zwei Drittel der beschlagnahmten Lieferungen von 2017 sollten nämlich nach Japan gehen. Die Zahlen an Tiercafés bestätigen die Vermutung. Insgesamt gibt es wohl zehn Stück in ganz Japan mit unterschiedlich vielen Tieren. Jedoch alleine ein Café in Tokyo kommt auf 15 Fischotter.

Gesetze sind nicht ausreichend

Der Manager gibt an, dass er die Otter von einer Organisation aus Indonesien hat. Sie stammen wohl direkt aus der Wildnis und sollen legale Exporte sein. Um die Organisationen weiter zu unterstützen, schickt der Manager monatlich mehrere tausend Euro. Er betont jedoch, dass er die Tiere dank guter Verbindungen legal bekommt und der einzige ist, der Otter aus Indonesien kaufen kann. Zusätzlich gibt er zu, die Otter regelmäßig an Kunden für ungefähr 9.797,41 Euro zu verkaufen.

Zoohandlungen in ganz Kanto verkaufen Zwergotter zu ähnlich hohen Preisen. Angeblich stammen sie dabei aus eigener Züchtung in Japan. Meisten ist die Nachfrage dabei schon so groß, dass die Tiere reserviert sind. Viele kommen der Nachfrage nicht hinterher und Kunden müssen bis zu drei Jahre auf ihren Otter warten.

Menschen sollen den illegalen Handel nicht weiter unterstützen

An sich ist das alles nicht illegal. Laut dem japanischen Gesetz sind nur der Verkauf und die Annahme von geschmuggelten Tieren verboten. Gezüchtete Nachkommen fallen allerdings nicht darunter und stehen frei zum Verkauf. Da viele Händler die Zwergotter als japanische Exemplare bezeichnen, gibt es keine Probleme. Eine Aufklärung zu den Eltern und ihrer eigentlichen Herkunft gibt es nicht. Selbst bei den genehmigten Exporten gibt es keine Transparenz. Es lassen sich so illegale Exporte nicht mehr von legalen unterscheiden, da oft Schmuggler an Tierhändler verkaufen.

Der Appell von Traffic richtet sich deswegen an die Öffentlichkeit. Menschen, die ihren eigenen Otter wollen oder in die Tiercafés gehen, fördern nur den Schmuggel und halten ihn am Leben. Das gefährdet die Art nur noch mehr und vielleicht gibt es schon bald keine Zwergotter mehr in der Wildnis, wenn die Nachfrage weiter steigt.

Quelle: MS

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