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Entsendung wird von der Regierung geprüft

Osaka fordert SDF an, um Corona-Patienten behandeln zu können

Die Präfektur Osaka hat die Selbstverteidigungsstreitkräfte (SDF) gebeten Krankenschwestern in eine neue Einrichtung für schwer kranke Corona-Patienten zu entsenden, damit sie behandelt werden können.

„Ich führe Gespräche mit den Selbstverteidigungskräften, um Krankenschwestern zu bekommen“, sagte Gouverneur Hirofumi Yoshimura am Samstag in einer Fernsehsendung.

Japans Regierung prüft Entsendung der SDF

Am Sonntag bestätigte Japans Minister für wirtschaftliche Wiederbelebung, Yasutoshi Nishimura, dass die Regierung die Entsendung von SDF-Krankenschwestern nach Osaka auf Yoshimuras Wunsch in Erwägung ziehen würde.

Mehr zum Thema:  Osaka ruft "roten Alarm" wegen der Corona-Pandemie aus

„Wir werden Vorbereitungen für eine mögliche Entsendung von SDF-Schwestern nach Osaka treffen, vorausgesetzt, dass wir einer Bitte nachkommen“, so Nishimura.

Die Präfektur wird Anfang dieser Woche einen formellen Antrag an die SDF stellen und um so viele Krankenschwestern wie möglich für eine vorübergehende Notfallstation mit 30 Betten für schwer kranke Coronavirus-Patienten zu bitten. Die Einrichtung, die in der Stadt Osaka eröffnet werden soll, hat nur 50 der erforderlichen 130 Pflegekräfte gesichert.

Um die verbleibenden 80 Mitarbeiter zu rekrutieren, bat Yoshimura Ende letzter Woche die anderen sieben Präfekturen im Gebiet Kansai um Hilfe.

Präfekturen können selbst kaum medizinisches Personal entbehren

Angesichts des eigenen Anstiegs der Coronavirus-Fälle und der Tatsache, dass die meisten Präfekturen über weniger medizinische Einrichtungen als Osaka verfügen, war diese Bitte erfolglos.

Am Sonntag hatte nur die Präfektur Wakayama bestätigt, dass sie zwei Krankenschwestern entsenden kann. Die Präfektur Nara sagte, sie treffe Vorkehrungen, um einige wenige zu entbehren, nannte aber keine genaue Zahl. Die Präfektur Kyoto war noch vager und sagte, die Angelegenheit werde zwar diskutiert, doch sei eine Zusammenarbeit mit Osaka notwendig.

Die Präfektur Hyogo mit ihrer größten Stadt Kobe, die nur 20 Zugminuten von Osaka entfernt liegt, sieht sich mit einem eigenen Anstieg von Infektionen konfrontiert, die die verfügbaren Ressourcen strapazieren.

Am Freitag sagte ein Sprecher der Präfektur, dass 68,9 Prozent der Krankenhausbetten belegt seien, auch mit Nicht-Coronavirus-Patienten. Schwerkranke Patienten belegten 32,7 Prozent aller verfügbaren Betten.

„Wir möchten die Bitte Osakas um die Entsendung von Krankenschwestern prüfen. Aber das ist im Moment schwierig“, sagte Hyogo Gouverneur Toshizo Ido am Freitag vor der Versammlung der Präfekturen.

Belegungsrate der Betten in Osaka steigt

Das Ende November fertiggestellte Zentrum für schwer kranke Coronavirus-Patienten ist ein Plattenbau neben einem Krankenhaus im Sumiyoshi-Bezirk der Stadt. Alle Betten sind mit Beatmungsgeräten ausgestattet.

Bis Samstag wurden in Osaka an fünf Tagen in Folge mehr als 300 neue Coronavirus-Infektionen registriert. Der Prozentsatz der mit schwer kranken Patienten belegten Krankenhausbetten erreichte Ende letzter Woche 66 Prozent und sollte Anfang dieser Woche 70 Prozent erreichen.

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