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HomeNachrichten aus JapanOsaka fordert strengere Corona-Maßnahmen

Möglichkeit Maßnahmen rechtlich umzusetzten

Osaka fordert strengere Corona-Maßnahmen

Der Gouverneur von Osaka kündigte am Montag an, dass er die japanische Regierung bitten will die Präfektur als Gebiet zu bezeichnen, das strengere Corona-Maßnahmen benötigt, da die Infektionszahlen wieder ansteigen.

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Die Präfektur ist damit die Erste in Japan, die verbindliche Maßnahmen im Rahmen des Gesetzes zur Eindämmung der Pandemie anstrebt. Dazu gehören auch Geldstrafen für Unternehmen, die ihre Betriebszeiten nicht einschränken.

Osaka will Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen verhängen dürfen

Nach einer Änderung im Februar erlaubt das Gesetz, dass die japanische Regierung eine Situation für eine Präfektur ausrufen kann, die zwar kein Ausnahmezustand ist, aber trotzdem Strafen bei Verstößen zulässt.

Auf einer Pressekonferenz sagte der Gouverneur von Osaka, Hirofumi Yoshimura: „Wenn man bedenkt, wie schnell sich das Virus ausbreitet, werden die Fälle in dieser Woche sehr wahrscheinlich zunehmen.“

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Die Präfektur meldete am Sonntag 323 Neuinfektionen und damit zum dritten Mal in Folge über 300 Infektionen und zum ersten Mal mehr als Tokyo.

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„Osaka hob den Ausnahmezustand früher auf als die Metropolregion Tokyo, daher glaube ich, dass die Erholung auch ein Faktor für die hohen Fälle ist“, so Yoshimura.

Japans Premierminister Yoshihide Suga hatte am 7. Januar den einmonatigen Ausnahmezustand in der Region Tokyo ausgerufen und ihn später auf insgesamt 11 Präfekturen, darunter Osaka, Aichi und Fukuoka, ausgeweitet. Die Maßnahme wurde für die meisten Präfekturen am 7. März aufgehoben.

Am vergangenen Freitag hat Osaka die Bitte an Restaurants und Bars in der Präfekturhauptstadt, um 21 Uhr zu schließen, bis zum 21. April verlängert und angekündigt, dass die Maßnahme ab Donnerstag für die gesamte Präfektur gelten wird.

Impfkampagne geht in Japan nur langsam voran

Zwar hat Japan im Februar mit dem Impfen gegen das Coronavirus begonnen und sieht diese auch als Mittel zum Sieg gegen die Pandemie an, allerdings kommt die Impfkampagne nur schleppend voran.

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Die japanische Regierung rechnet im Mai mit genügend Impfstoff für alle Einwohner des Landes, aber viele Städte bemängeln, dass sie nur wenige oder gar keine Informationen haben, wie und wann sie eigentlich Impfstoff bekommen werden.

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