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Gericht sieht keinen Sinn in einem neuen Verfahren

Osaka lehnt erneutes Verfahren rund um Wakayama-Curry-Giftmord ab

Einer der bekanntesten Mordfälle Japans sollte kürzlich neu aufgerollt werden. Der Wakayama-Curry-Giftmord wurde über Japan hinaus bekannt und kostete 1998 mehrere Menschen das Leben. Das Obergericht von Osaka lehnte am Dienstag nun den Antrag auf ein neues Verfahren ab.

Den Antrag stellte die verurteilte Täterin Masumi Hayashi über ihren Anwalt. Sie wurde für den Mord an vier Personen verurteilt und den versuchten Mord an 63 weiteren Personen. Unter den Toten befanden sich zwei Kinder. Hayashi soll 1998 bei einem Sommerfest in Wakayama selbst gekochtes Curry absichtlich mit Arsen versetzt haben. Dazu soll sie in drei weiteren Fällen versucht haben Personen zu töten, darunter ihren Ehemann.

Richter sieht keine begründeten Zweifel

Sie beteuert allerdings weiterhin ihre Unschuld und wollte nun einen neuen Prozess. Eine erneute Aussage verweigert sie jedoch. 2002 wurde sie vom Bezirksgericht von Wakayama zum Tode verurteilt. Das Obergericht von Osaka bestätigte 2005 das Todesurteil offiziell.

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Der Vorsitzende Richter Hiroaki Higuchi lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass es keine begründeten Zweifel an dem endgültigen Urteil gibt. Nur Hayashi konnte das Curry mit mindestens einem Kilo Arsen vergiften.

Anwälte reichen nicht zum ersten Mal Antrag ein

Der Beweis dafür ist unter anderem, dass das Arsen aus dem Curry chemisch betrachtet genau das Gleiche ist wie das, was ihr Ehemann gegen Insekten einsetzte. Die Anwälte sind damit jedoch nicht zufrieden und wollen eine Berufung einlegen.

Es ist dabei nicht das erste Mal, dass um eine Wiederaufnahme gebeten wird. Das Obergericht lehnte schon 2009 eine Berufung gegen das Urteil ab. Das Bezirksgericht von Wakayama lehnte 2017 ebenfalls einen Antrag von Hayashi für einen erneuten Prozess ab. Ihre Anwälte legten gleichermaßen vergeblich Berufung ein.

Jiji

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