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HomeNachrichten aus JapanOsaka schränkt wegen steigenden Infektionszahlen die "Go To Eat"-Kampagne ein

Gruppen sollen verboten werden

Osaka schränkt wegen steigenden Infektionszahlen die „Go To Eat“-Kampagne ein

Die Zahl der Coronainfizierten ist in den letzten Tagen in Japan rasant angestiegen. Während härtere Maßnahmen weiter auf sich warten lassen, hat nun die Präfektur Osaka selbstständig reagiert und die „Go To Eat“-Kampagne eingeschränkt.

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Vor wenigen Tagen hatte der Premierminister Yoshihide Suga bereits angekündigt, dass er Präfekturen bitten wird, die Kampagne einzuschränken, wenn die Infektionszahlen sehr hoch sind. Osakas Gouverneur Hirofumi Yoshimura gab am Dienstag bekannt, dass sie tatsächlich Einschränkungen aufstellen wollen. Einen Tag zuvor hatte er sich mit dem Minister zur wirtschaftlichen Wiederbelebung getroffen und ihn gebeten Gruppen für die Kampagne zu verbieten.

Gruppen werden von „Go To Eat“ ausgeschlossen

So sollen demnächst keine Gruppen von fünf Personen oder mehr an der „Go To Eat“-Kampagne teilnehmen. Yoshimura begründete die Entscheidung damit, dass mehr Menschen auch ein höheres Infektionsrisiko darstellen. Die Reglung plant am 21. November die Regeln umzusetzen, wobei sich die Präfektur vorab noch mit dem Ministerium für Land- und Forstwirtschaft und Fischerei beraten muss.

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Das Ministerium gab an, dass sie an sich nichts gegen die Reglung haben, sie aber Gruppen noch zulassen wollen, die vorab für den 21. November oder später ein Restaurant reserviert haben. Die Ausnahme gilt jedoch nur, wenn die Gruppe sich an die Infektionspräventionsmaßnahmen der Lokale hält, wie getrennte Tische.

Die Fertigstellung der Reglung soll dann frühestens ab dem 20. November in einem Treffen der Taskforce erfolgen. Wie lange die Einschränkungen gelten sollen, ist dabei noch nicht klar. Yoshimura bittet in der Zwischenzeit die Bevölkerung darum bereits jetzt nicht mehr in Gruppen essen zu gehen.

Osaka appelliert zum zweiten Mal an die Bevölkerung

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Für Osaka ist es bereits das zweite Mal, dass sie die Bevölkerung um Zurückhaltung bei der „Go To Eat“-Kampagne bitten. Zuletzt baten sie im August darum nicht in Gruppen essen zu gehen, da die Infektionszahlen wieder gestiegen waren. Wie effektiv die Aufforderung war, ist nicht bekannt.

Die japanische Regierung hat das Subventionsprogramm ins Leben gerufen, um der Restaurantbranche bei der wirtschaftlichen Erholung zu helfen. Personen, die zu einem bestimmten Preis in teilnehmenden Restaurants essen, erhalten Punkte. Die Punkte können anschließend bei einem weiteren Restaurantbesuch für Rabatte eingelöst werden.

Einige Personen nutzen das System dabei so geschickt, dass sie regelmäßig kostenlos essen können, was die Regierung jedoch in Ordnung findet. Bisher lief die Kampagne allerdings relativ schleppend, genau wie das „Go To Travel“-Programm. Änderungen oder nationale Einschränkungen will die Regierung trotz der aktuellen Lage nicht aufstellen.

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