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Osaka verspricht Katastrophenschutzmaßnahmen zu verstärken

Gedenkfeier an dem Ort an dem eine Schülerin starb

Ein Jahr, nachdem die Präfektur Osaka von einem Erdbeben der Stärke 6,1 getroffen wurde, das sechs Menschen tötete, verspricht die Stadtverwaltung nun die Katastrophenschutzmaßnahmen zu verstärken.

Bei dem Beben kam ein Mädchen in der Stadt Takatsuki um, das auf dem Weg zur Schule war. Sie wurde von einer Betonmauer, die um die Schule herum gebaut wurde, erschlagen.

An genau dem Ort dieser Tragödie legte Takatsukis Bürgermeister Takeshi Hamada und Mitarbeiter der Stadt Blumen nieder und hielten stille Gebete.

Zu der anwesenden Presse sagte die Schulleiterin, dass sie ihre Entschlossenheit, so eine Tragödie nie wieder zuzulassen, erneuert habe.

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Der Einsturz der Mauer veranlasste Städte in ganz Japan dazu, die Sicherheit von Betonmauern zu überprüfen, während die schweren Verkehrsstörung, die auf das Beben folgten, die Herausforderungen hervorhob, denen sich die von der Katastrophe betroffenen Gebiete gegenübersahen.

Schweres Erdbeben in den nächsten 30 Jahren erwartet

Da ein schweres Erdbeben die Region in den nächsten 30 Jahren entlang des Nakai-Tals treffen soll und mit einem Tsunami gerechnet wird, wurden auch Maßnahmen für den Schutz von ausländischen Touristen erörtert.

„Wir wollen nicht, dass die Erinnerung an die Katastrophe verblasst, sondern unsere Energie dem Aufbau einer widerstandsfähigeren Stadt widmen“, so der Bürgermeister bei einer Ansprache.

Auf einer Pressekonferenz erklärte der Bürgermeister, die Stadt werde eine neue Abteilung innerhalb des Bildungsausschusses einrichten, um die Sicherheit der Schuleinrichtungen zu gewährleisten und die Aufklärung über Katastrophenvorsorge zu fördern.

Die Stadt plant, bis Ende März 2023 alle Betonmauern an öffentlichen Grund- und Mittelschulen zu entfernen.

Schule war über die Baumängel der Betonmauer informiert

Das schwere Erdbeben traf die westjapanische Präfektur am 18. Juni 2018. Nach Angaben der Behörden starben sechs Menschen und 450 wurden verletzt.

Eine Betonmauer, die um eine Schule herumgezogen war, brach wegen Baumängel zusammen und erschlug eine Schülerin, die gerade auf den Weg zur Schule war. Die Mauer wurde mittlerweile abgerissen und durch einen Metallzaun ersetzt.

Ein Katastrophenschutzberater hatte die Schule und die örtliche Schulbehörde 2015 über die Gefahren der Mauer informiert, doch die Behörde kam im folgenden Jahr zu dem Schluss, dass es nach einer eigenen Inspektion der Mauer keine Probleme gab.

Nach der Tragödie wurde ein Bericht veröffentlicht, der besagt, dass 70 Prozent der Schulmauern in Japan Baumängel haben.

Untersucht wurden Mauern an Kindergärten, Grundschulen sowie Schulen der Mittel- und Oberstufen. Von den fast 14.700 untersuchten Mauern haben 10.186 Wände den gesetzlichen Anforderungen an Höhe und Ausstattung nicht entsprochen. In der Präfektur Okinawa haben sage und schreibe 92 Prozent der Schulen unsachgemäß gemauerte Wände. In Wakayama sind es 84 Prozent, in Fukuoka 83 Prozent.

Quelle: Kyodo, MA

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