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Die drei Monate alte Tochter starb

Paar in Japan wegen Kindesmisshandlung verhaftet

Fälle von Kindesmisshandlungen nehmen in Japan leider immer mehr zu. Nicht selten sterben die Kinder dabei, wie etwa im Fall der 5-jährigen Yua.

Nun wurde erneut ein Paar verhaftet, weil es angeblich seine 3 Monate alte Tochter vernachlässigt hat. Zudem haben sie keine medizinische Hilfe für das Kind in Anspruch genommen, was zu dessen Tod führte. Das gab die Polizei von Saitama am Mittwoch bekannt.

Mädchen zeigte Spuren von Misshandlung

Das Paar, 28 und 29 Jahre alt, wird verdächtigt, sich nicht richtig um ihre vierte Tochter gekümmert zu haben. Das Mädchen hatte eine Verletzung, wodurch sie nicht in der Lage war, Milch zu sich zu nehmen. Die Eltern ließen sie aber nicht behandeln und so wurde das Kind unterernährt und untergewichtig.

Mehr zum Thema:  Japan gibt Richtlinien zur Bekämpfung von Kindesmisshandlung heraus

Die Eltern stammen aus der Stadt Misato in der Präfektur Saitama, wo sich der Fall bereits im vergangenen Sommer ereignete. Sie brachten ihre Tochter nicht in ein Krankenhaus, sodass sie im September starb.

Bei einer Autopsie wurde festgestellt, dass die Rippen und andere Knochen des Babys gebrochen waren. Daher ermittelt die Polizei nun gegen die Eltern wegen körperlicher Misshandlung des Kindes.

Die Polizei sagte, der Vater habe zugegeben, die Tochter verletzt zu haben und zitierte ihn mit den Worten: „Ich habe keine medizinische Behandlung für meine Tochter gesucht, weil ich nicht wegen Misshandlung verhaftet werden wollte“.

Die Mutter wurde ebenfalls mit den Worten zitiert: „Mein Mann hat sich geweigert, sie ins Krankenhaus zu bringen und ich habe ihm gehorcht.“

Polizei war bereits informiert

Als die Polizei am 23. August einen Bericht über das laute Weinen eines Babys erhielt, besuchten Beamte an diesem und am folgenden Tag das Haus. Dabei konnten sie aber keine Verletzungen bei dem kleinen Mädchen oder ihren Geschwistern feststellen.

Die Beamten entschieden, dass es sich nicht um Kindesmisshandlung handelte, meldeten den Vorfall aber der Stadtverwaltung und einem örtlichen Kinderberatungszentrum, so die Polizei.

Am 11. September setzte die Mutter einen Notruf ab und berichtete, dass ihr Kind nicht mehr atme. Sie zeigte keine Lebenszeichen und wurde später nach der Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt.

Das Baby litt an einer Bakteriämie, die zu körperlichen Funktionsstörungen führte, und ihr Gewicht lag unter dem Durchschnitt von Kindern desselben Alters, so die Aussage der Polizei.

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