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Nachfrage steigt weiter

Pandemie macht in Japan das Amateurfunken wieder beliebt

Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass sich einige Dinge in der Gesellschaft geändert haben. So feiert in Japan gerade das Amateurfunken gerade sein Comeback.

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In den letzten Jahren ist die Zahl der Mitglieder der Japan Amateur Radio League deutlich zurückgegangen, da Smartphones und das Internet interessanter wurden. Nachdem es 27 Jahre lang bergab gegangen war, wurde 2020 mit einem Plus von 574 Personen zum ersten Mal ein Anstieg an Mitgliedern verzeichnet.

Unterhaltung während der Pandemie

In 2021 wuchs die Zahl von 65.788 Personen weiter an. Warum genau die Pandemie jetzt zu einem Boom führt, können sich die Zuständigen nicht ganz erklären. Ein Vertreter der Vereinigung vermutet, dass die Generation, die damals mit dem Amateurfunk aufgewachsen ist, nun im Ruhestand ist und wieder Zeit für das Hobby hat.

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Auch die Verkäufe von sogenannten Ham Radios sind deutlich gestiegen. Ein Shop-Betreiber aus Hamura hat eine andere Idee, warum die hohe Nachfrage plötzlich zurück ist. Während der Pandemie saßen viele Menschen in ihrer Wohnung fest und fanden im Amateurfunk eine neue Möglichkeit, trotzdem mit Menschen in Kontakt zu sein.

Ein neuer Fan des Hobbys ist die Gitarristin Haruka Nakamura, die seit 2020 auf einer Videoplattform ihre Radiogespräche veröffentlicht. Da wegen der Pandemie keine Konzerte stattfinden konnten, waren die Videos für Nakamura eine Möglichkeit, mit den Fans im Kontakt zu bleiben.

Amateurfunk spielt bei Katastrophen eine wichtige Rolle

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Sie nutzt dabei gerne die Vorteile des Internets. Beim Amateurfunk will sie aber weiterhin bleiben. Die Funkgeräte hätten für sie einen Cham, da man sich nicht einfach anonym miteinander verbindet. Nakamura erklärt, dass sie alle ihre eigenen Funkzeichen haben und darauf achten, was sie sagen.

Auch wenn der Amateurfunk für viele nur eine Spielerei ist, hat er in Japan tatsächlich auch eine wichtige Rolle. In Zeiten von Katastrophen können die Funker schnell Informationen weitergeben, da sie nicht auf das Telefonnetz angewiesen sind, das in solchen Situationen meistens komplett überlastet ist.

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