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Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt

Papst Franziskus ist tief beeindruckt und hat großen Respekt vor Japan

Papst Franziskus wird im nächsten Monat Japan besuchen und in Hiroshima und Nagasaki eine Rede halten, bei dem das Oberhaupt der katholischen Kirche sich für eine atomwaffenfreie Welt einsetzten will.

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Damit schließt er sich den Bürgermeistern von Nagasaki und Hiroshima an, die beide auf ihren Reden zum 74. Jahrestag des Atombombenangriffs auf die beiden japanischen Städte gefordert haben, dass Japan sich dem Atomwaffenverbotsvertrag der UN anschließen sollte.

Diese Forderung wurde von Japans Premierminister Shinzo Abe allerdings abgelehnt.

Zweiter Besuch eines Papstes in Japan

Der Besuch von Papst Franziskus ist der erste Besuch eines Papstes seit 38 Jahren in Japan und der zweite Besuch eines Papstes überhaupt.

Neben den beiden Städten wird Papst Franziskus auch Tokyo besuchen, um dort Überlebende der Naturkatastrophe von März 2011 zu treffen. Außerdem wird er auch mit Kaiser Naruhito und dem japanischen Premierminister Shinzo Abe reden.

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In Nagasaki wird Papst Franziskus auch den Nishizaka-Park besuchen, in dem ein Denkmal für die 26 Christen steht, die im späten 16. Jahrhundert in antichristlichen Feldzügen des Kriegsherrn Toyotomi Hideyoshi hingerichtet wurden, und in einem Baseballstadion die Messe abhalten.

Tief beeindruckt und großen Respekt

„Ich bin tief beeindruckt und habe großen Respekt vor Japan, wenn ich die Geschichte der Märtyrer und die Erfahrungen der Opfer von Hiroshima und Nagasaki lese“, sagte Papst Franziskus zu japanischen Journalisten. Er fügte hinzu, dass er die Opfer bewundert, die nach diesem „höllischen Prozess“ wieder aufstehen konnten.

„Jetzt möchte ich eine Wahrheit wiederholen: Es ist unmoralisch, Atomenergie zu verwenden, um Krieg zu führen“, so der Papst.

Laut eines japanischen Regierungssprechers plant der Papst, die Friedenslampe, die aus dem Vatikan mitgebracht wird, im Nagasaki-Friedenspark und im Hiroshima-Friedensdenkmalpark anzuzünden.

Mit rund 1,3 Milliarden Katholiken weltweit ist die römisch-katholische Kirche die größte christliche Kirche. Das Christentum in Japan ist jedoch im Vergleich zum Buddhismus relativ klein.

Quelle: Kyodo

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