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Papst Franziskus reagiert auf Bitte eines japanischen Schülers

Papst Franziskus wird im November nach Japan reisen, im Vorfeld versprach er einem Schüler aus Fukushima, seine Heimatstadt zu besuchen und für die Menschen dort zu beten.

Matsuki Kamoshita hat einiges erleben müssen, er gehört zu den Evakuierten aus der Präfektur Fukushima und wurde danach schikaniert. Als er anfing, über seine Herkunft zu schweigen, wurde es zum Glück ruhig in seinem Leben.

Allerdings ist Kamoshita stolz auf seine Heimat und seine Herkunft geheim halten zu müssen, störte ihn. Also wandte sich der Junge an eine höhere Autorität mit einer besonderen Bitte.

Auf der Generalaudienz mit Papst Franziskus auf der Piazza San Pietro im Vatikan am 20. März, fragt der Schüler, ob der Papst nach Fukushima kommen würde, wenn er im November nach Japan reist, um für die Menschen zu beten.

Papst Franziskus versprach dem 16-jährigen Jungen daraufhin, dass er dies tun wird.

Die Heimat des Jungen wurde 2011 von einem Erdbeben und einem Tsunami verwüstet. Die Naturkatastrophen führten dazu, dass es im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu einem schweren Störfall gekommen ist, woraufhin viele Menschen aus der Region evakuiert wurden.

Zwar wohnte der Schüler außerhalb der 20 Kilometer Zone, in der die Bewohner evakuiert wurden, aber seine Familie war das Risiko zu hoch und sie beschlossen nach Tokyo zu ziehen.

Dort ging er auf eine neue Grundschule, doch als die Schüler erfuhren, dass er aus der Präfektur Fukushima stammt, nahmen sie an, dass er hohen Strahlungen ausgesetzt war und nannten ihn einen „Keim“, außerdem wurde der körperlich angegriffen.

Die Belastung war so groß, dass Kamoshita zeitweise daran dachte, sich das Leben zu nehmen.

Um ähnliche Erfahrungen nie wieder machen zu müssen, entschied er sich, nach seinem Eintritt in die Junior High School niemanden von seiner Vergangenheit zu erzählen.

Sein Plan ging auf und er konnte ein ruhiges Leben führen, doch er empfand diese Lüge als qualvoll. Wieso soll er verschweigen, was er und seine Familie durchgemacht hatten?

Ermutigt von Unterstützern der Evakuierten, beschrieb er in einem Brief, wie er sich fühlt und schickte diesen im November an Papst Franziskus, woraufhin eine Einladung zur Generalaudienz als Antwort folgte.

„Ich konnte die Leiden der Evakuierten mit dem Papst teilen“, so Kamoshita. „Von nun an möchte ich meine Gedanken äußern und mich nicht mehr verstecken.“

Quelle: AS

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