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HomeNachrichten aus JapanPassagierzahlen der Shinkansen sinken zur Golden Week um mehr als 90 Prozent

Expresszüge haben einen Rückgang von fast 100 Prozent

Passagierzahlen der Shinkansen sinken zur Golden Week um mehr als 90 Prozent

In Japan ist gerade die Ferienwoche Golden Week vorbei. Aufgrund der Coronavirus-Krise gab es jedoch kaum Reiseverkehr. Das wirkte sich besonders auf den Betrieb der Shinkansen auf, die eigentlich in dem Zeitraum voll ausgelastet sind. Dieses Jahr gab es allerdings kaum eine Nutzung und die Zahlen brachen massiv ein.

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Daten der sechs großen Eisenbahnunternehmen vom Donnerstag zeigen, dass die Passagierzahlen der Shinkansen und begrenzten Expresszüge um 95 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind. Insgesamt fuhren 916.000 Personen zwischen dem 24. April und 6. Mai mit einem Shinkansen. Im Vergleich dazu betrugen die Passagierzahlen vom letzten Jahr 17,12 Millionen.

Sämtliche Linien verzeichnen massiven Rückgang

Für East Japan Railway Co., West Japan Railway Co., Central Japan Railway Co., Hokkaido Railway Co., Shikoku Railway Co. und Kyushu Railway Co. ist es der stärkste Einbruch in der Ferienzeit seit der Privatisierung 1987. Die Betreiber der Linien Tokaido, Sanyo und Kyushu wollen aufgrund des massiven Rückgangs ab Montag den Betrieb um 20 bis 30 Prozent reduzieren.

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Die drei Linien hatten den stärksten Zusammenbruch mit 93 Prozent bis 95 Prozent während der Ferienzeit. Der Kyushu Shinkansen war dabei mit 93 Prozent die Linie mit dem niedrigsten Rückgang. Die höchsten Zahlen erreichten die Shinkansen von Hokkaido, Akita, Yamagata und der Hokuriku Linie mit 97 Prozent.

Schlechte Zeiten für Bahnbetreiber

Noch schlimmer sah es bei der Passagierzahl der Expressdienste aus, die unter anderem direkt zum Narita Flughafen fahren. Bei ihnen sank die Gesamtzahl während der Ferienzeit um 99 Prozent.

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In Zukunft wird es vermutlich nicht besser für die Unternehmen laufen. Die Regierung hatte am Montag den landesweiten Ausnahmezustand verlängert. Die Menschen sind deswegen weiterhin angehalten nicht zu reisen und zu Hause zu bleiben. Bahnbetreiber hatten schon vor dem Ausnahmezustand probiert den Betrieb anzupassen, da sie bereits im März von dem Virus schwerer getroffen wurden als erwartet.

MS

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