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So sollen sie motiviert werden

Pendler in Tokyo werden mit wehenden Fahnen angefeuert

In Japan pendeln viele Menschen zur Arbeit, dabei ist Tokyo quasi auch die Hauptstadt des Pendelns. Dabei verbringen sie viel Zeit im Zug, was sehr ermüdend sein kann.

Die Laune der Pendler wurde nun gehoben, weil sie am Morgen von einer Gruppe Menschen überrascht wurden, die auf einer Eisenbahnbrücke standen. Sie winkten ihnen und schwenkten Fahnen und Banner mit der Aufschrift „Lasst uns auch heute unser Bestes geben!“

Ermutigung für Pendler

Die Rufe erreichten die Pendler im Zug der JR-Sobu-Linie, die ins Zentrum von Tokyo unterwegs war. Einige Pendler freuten sich und winkten zurück. Die Aktivitäten der Gruppe wurden am 6. Januar von Hirohisa Tanaka, 45, ins Leben gerufen, der ein Manga-Klassenzimmer betreibt und in der Stadt Funabashi in der Präfektur Chiba, östlich von Tokio, lebt.

Mehr zum Thema:  Cheerleader machen in Tokyo den Menschen vor dem Ausnahmezustand Mut

Als die Coronavirus-Krise bei vielen seiner Freunde, die einen dramatischen Arbeitsrückgang erlebten, für eine deprimierende Stimmung sorgte, war Tanaka zu Tränen gerührt, als er ein Video von Menschen sah, die in einer Staffel „Do You Hear the People Sing?“ aus dem Musical „Les Miserables“ sangen. Daraufhin kam er auf die Idee, die morgendlichen Pendler anzufeuern.

Er bat seinen Freund, den Schriftzug zu schreiben, und eine Schülerin zeichnete die Illustration des Banners. Die Gruppe schwenkt die Fahnen an Wochentagen zwischen 7 und 9 Uhr morgens – wenn viele Menschen während der Pandemie pendeln – und sie schrecken auch nicht vor Regentagen zurück. Zu Beginn waren es nur drei Personen, doch inzwischen ist die Gruppe auf 33 Menschen angewachsen.

Pendler zeigen sich glücklich

Als Reaktion auf ihre Bemühungen haben die Leute in den sozialen Medien Kommentare gepostet wie: „Sie haben die Stimmung im Zug ein wenig gehoben“ und „Es ist großartig. Ich werde hart arbeiten.“ Tanaka erhielt auch eine Nachricht von einem 34-jährigen Zugführer der JR Sobu Line, in der es hieß: „Wir können es (die wehende Flagge) deutlich vom Zug aus sehen. Ich bin sehr glücklich, solche Begegnungen zu haben, in einer Zeit, in der wir dazu neigen, uns gefangen zu fühlen.“

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Tanaka sagte: „Auch wenn ich mit der Absicht hineingegangen bin, andere aufzumuntern, werde auch ich aufgemuntert. Vielleicht kommen diese analogen Aktionen bei den Leuten an, weil wir ein digitales Zeitalter haben.“

Die Aktionen sollen noch länger andauern, mindestens bis der Ausnahmezustand aufgehoben ist.

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