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Preis geht an internationale Petition

Petition gegen Atomwaffen erhält Friedenspreis

Überlebende der Atombombenanwürfe auf Hiroshima sowie Nagasaki haben das Erlebte nie vergessen und Erinnern an den Schrecken der Bombe. Die sogenannten Hibakusha haben sich dabei mehrheitlich der Abschaffung von Atomwaffen verschrieben. Für ihre Bemühungen wurden sie nun ausgezeichnet.

April 2016 wurde die „The International Signature Campaign in Support of the Appeal of the Hibakusha for the Elimination of Nuclear Weapons” gestartet. Als ein Appell der Hibakusha schaffte die Petition es bis Dezember 2020 Unterschriften von 13 Millionen Menschen zu sammeln.

Petition setzt ein starkes Zeichen

Mit der Petition wurden alle Nation aufgefordert den Atomwaffenverbotsvertrag der UN zu unterschreiben. Für ihren Einfluss wurden die Petitionen der Hibakusha nun mit dem Sean MacBride Peace Prize 2020 ausgezeichnet.

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Der Preis wurde am Mittwoch während einer Online-Zeremonie feierlich durch das International Peace Bureau (IPB) vergeben. Sie hatten bereits letztes Jahr die Aktion für den Preis ausgewählt. Es sei die größte Unterschriftenkampagne, die jemals auf der Welt durchgeführt wurde. Dazu sei sie eine starke Kraft, welche die globale Forderung nach einer Abschaffung von Atomwaffen und Frieden manifestiert.

Kampf gegen Atomwaffen hat gerade erst begonnen

Entgegengenommen wurde der Preis von Terumi Tanaka, dem Co-Vorsitzender von Nihon Hidankyo. In seiner Rede erklärte er, dass zwar der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen bereits in Kraft getreten ist, er wurde letztes Jahr offiziell ratifiziert, jedoch müssten sie sich vermutlich nun noch mehr als zuvor um eine Abschaffung der Waffen bemühen. Besonders Japan weigert sich weiterhin, den Vertrag zu ratifizieren.

Tanaka gab weiter an, dass sie gerne die Hibakusha-Bewegung und ihre Leidenschaft an die jüngere Generation weitergeben wollen, mit der sie bereits für die Petition zusammengearbeitet haben. Die Zahl der Überlebenden schrumpft von Jahr zu Jahr immer mehr, weswegen viele möglichst viel Wissen an jüngere Menschen weitergeben wollen.

Dieses Jahr ging der Sean MacBride Peace Prize noch an eine zweite Initiative. Die „Black Lives Matter“-Bewegung aus den USA, die sich gegen Rassismus und Polizeibrutalität einsetzte, erhielt auch den Preis. Sie hatte ebenfalls es geschafft, Menschen weltweit für ihre Sache zu gewinnen, auch in Japan.

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