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Petition gegen Haarfarben-Zwang an japanischen Schulen gestartet

Im Oktober 2017 verbreitete sich die Nachricht, dass eine Teenagerin in Osaka von ihrer High School gezwungen wurde, sich ihre natürlich braunen Haare schwarz zu färben. Dies führte zu hitzigen Debatten auf verschiedenen sozialen Netzwerken. Viele beschwerten sich nicht nur über diese Pflicht zu einer bestimmten Haarfarbe, sondern auch über viele andere Regeln in Schulen, die als überzogen oder nicht mehr zeitgemäß angesehen werden.

Während diese Diskussion im Hintergrund weiterging, stellte die Marke P&G eine Kampagne mit dem Titel #HairWeGo What’s Wrong With My Hair in Japan online. Darin befragte das Unternehmen 1.000 ehemalige Schüler und Lehrer, wie sie über die Farbe von Haaren und über Vorschriften in diese Richtung denken. Die Umfrage startete am 18. März. Die ersten Schüler gaben bereits zu, dass auch sie dazu angehalten wurden, ihre nicht schwarzen Haare zu färben. Außerdem erklärten 87 Prozent der Lehrer, dass sich für eine Änderung der Frisur-Vorschriften in ihren Schulen aussprechen würden.

Petition gegen schwarze Haare online

Ein entsprechendes Video, das zusätzlich mit einem englischen Untertitel ausgestattet ist, ging gleichzeitig mit der Kampagne online und wurde bisher schon mehr als 9,97 Millionen Mal geklickt. Ende April wurde auf der Plattform Change.org sowohl auf Japanisch als auch auf Englisch online gestellt, die ebenfalls von P&G ausging und unter demselben Hashtag läuft.

Die Organisatoren erklärten sich mit der Kampagne auf die Frage konzentrieren zu wollen, warum man Schülerinnen dazu zwingt ihre Haare schwarz zu färben. Auf diese Weise soll ein offener Dialog zwischen Lehrern und Schülern und in der gesamten Gesellschaft angeregt werden. Die gesammelten Unterschriften legen die Verantwortlichen der Regierung von Tokyo und dem Vorsitzenden des Bildungsrates vor.

Auf der Seite wird auch darauf hingewiesen, dass bei Kindern aus dem Ausland, deren Zahl aktuell bei etwa 400.000 liegt, aus biologischen Gründen die Haare nicht schwarz sind. Diese fallen dann ebenfalls unter die Haar Färbe-Regelung, was wiederum als Diskriminierung dieser Schüler angesehen werden könnte.

Unterstützer sind weiterhin willkommen

Derzeit liegen 11.200 Unterschriften für die Kampagne vor. Allerdings freuen sich die Organisatoren über jede weitere, die sie in Tokyo vorlegen können, um die Verantwortlichen von einer Änderung dieser Regel zu überzeugen. Wer sich an der Kampagne mit seinem Namen oder sogar einer Spende beteiligen möchte, kann dies über Change.org weiterhin tun.

Die Kampagne, die unter dem Label von P&G läuft, rief eine Studentin ins Leben, die während ihrer Schulzeit selbst gezwungen wurde, sich die Haare zu färben. Die Rechtsanwältin Toru Takiguchi unterstützte sie ebenso wie Makiko Nakamuro, Expertin für Bildungsökonomie. Lin Kobayashi, Gründerin und stellvertretende Direktorin des United World College ISAK Japan beteiligte sich ebenso an der Kampagne gegen gefärbte Haare, wie Hiroki Komazaki, Ehrenprofessor der Keio Universität und stellvertretender Direktor der Universität von Florenz. Die ISAK Japan ist eine zertifizierte gemeinnützige Organisation, die sich mit der Gesundheit und dem Wohlergehen von Kindern in Japan beschäftigt.

Quelle: JT

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