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Petition soll neue Englisch-Aufnahmeprüfungen für Universitäten stoppen

Aufnahmeprüfungen für Englisch könnten weder fair noch unabhängig sein

Japaner tun sich allgemein ein wenig schwer mit dem Englischen. Das liegt meistens daran, dass der Englischunterricht an den Schulen eher spartanisch ausfällt. Trotzdem plant die Regierung für die Aufnahme an Universitäten eine neue standardisierte Prüfung zu Englisch. Die sorgt allerdings aktuell bei Experten für viel Unmut. Eine Petition soll deswegen jetzt die Aufnahmeprüfungen stoppen.

Die neuen Prüfungen sollen zum Jahr 2021 den sogenannten National Center Test für Universitäten ersetzen. An sich ist der Grundgedanke gut, problematisch ist jedoch der Test für Englisch. Den soll nämlich der private Sektor erstellen und verwalten. Experten für Englischunterricht und Aufnahmeprüfungen sehen darin ein großes Problem.

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Nach den aktuellen Richtlinien ist das geplante System für die Aufnahmeprüfungen so fehlerhaft, dass Fairness und Integrität unmöglich sind. Sieben private Organisationen sollen nämlich an dem Prüfungssystem arbeiten und Prüfungen in ganz Japan anbieten. Darunter befinden sich die Eiken Foundation of Japan und die Benesse Corporation. Angehende Studenten dürfen die Prüfung zweimal machen, bei dem Anbieter, den sie wollen und das beste Ergebnis einreichen. Private Prüfer kosten jedoch vermutlich deutlich mehr Geld als andere, was einige durchaus als unfair betrachten.

Tausende stimmen den Experten zu

Wie die Prüfungen inhaltlich aussehen oder gar von den einzelnen Organisationen bewertet werden, ist dabei überhaupt nicht festgelegt. Es soll lediglich eine Prüfung mit schriftlichen Antworten sein mit einer drei bis fünf Punkte Bewertung. Sollte sie deswegen in der jetzigen Form tatsächlich 2021 in Kraft treten, erleiden viele Bewerber eine große Benachteiligung.

Professor Emeritus Katsuhiro Arai von der Tohoku University äußerte sich genauer zu der Problematik. Es sei äußerst wichtig, dass es ein System gibt, in dem die Bewerber komplett ihre Fähigkeiten demonstrieren können. Die Regierung sollte deswegen unbedingt das neue System überprüfen, ob es diesen Faktor und die Fairness garantiert.

Da die Regierung bis jetzt nicht auf die Kritik reagierte, starteten die Experten eine Petition. Mehr als 8.100 Personen unterschrieben bereits die Forderung. Demnächst will die Gruppe die Petition dem Parlament vorlegen.

Quelle: NHK

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