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HomeNachrichten aus JapanPflegeeinrichtung in Sagamihara erinnert den Opfern des Amoklaufs von 2016

6 Jahre nach dem Amoklauf in Sagamihara, bei dem 19 Menschen ermordet wurde, wurde erneut der Opfer gedacht

Pflegeeinrichtung in Sagamihara erinnert den Opfern des Amoklaufs von 2016

Am 26. Juli jährte sich zum sechsten Mal der Tag, an dem ein Amokläufer in einer Pflegeeinrichtung für Menschen mit Behinderungen in Sagamihara gezielt Patienten angriff, um „Die Gesellschaft von der Belastung durch geistig Behinderte“ zu befreien. Dabei tötete er 19 Menschen und verletzte 26.

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Erstmalig fand die Gedenkfeier am selben Tag des Vorfalls statt. 62 geladene Gäste, unter ihnen auch Hinterbliebene, legten eine Schweigeminute für die 19 getöteten Opfer ein und nahmen danach in der rekonstruierten Einrichtung an einem Gedenkgottesdienst teil.

Gedenkfeier ohne die Bewohner der Pflegeeinrichtung

Die Pflegeeinrichtung wurde nach dem Amoklauf 2016 wieder neu aufgebaut und war nun zum zweiten Mal Ort des Gedenkgottesdienstes. Die Bewohner der Einrichtung durften allerdings wegen eines COVID-Falls nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

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Sieben Opfer wurden namentlich auf einem Kenotaph eingraviert, dieser wurde mit Zustimmung ihrer Familien in der Anlage aufgestellt. Allerdings wurden die Medien gebeten, die Namen nicht zu veröffentlichen, da einige Angehörigen nicht wollten, dass die Namen der Opfer öffentlich in den Medien genannt werden.

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Der Gouverneur von Kanagawa, Yuji Kuroiwa sagte, dass er starken Groll und tiefe Trauer empfände. Er wolle sein Möglichstes tun, um eine Gemeinschaft zu verwirklichen, in der jeder ohne Einschränkungen so leben könne, wie er geboren sei.

Gemeinsame Pressekonferenz zum Abschluss

Zum Abschluss gab es eine gemeinsame Pressekonferenz der Betreiber und der Vertreter der Familien der Anwohner.

Der Vorsitzende Yamashita äußerte die Hoffnung, dass die Bemühungen der Einrichtung ihren Teil dazu beitragen würden, dass der Amoklauf nicht in Vergessenheit geraten würde.

Gouverneur Yuji Kuroiwa fügte nochmals hinzu, dass sich dieser Vorfall nie wieder wiederholen dürfe und er sich nach allen Kräften dafür einsetzen wolle, die Opfer zu unterstützen und Verordnungen über das Wohlergehen von Menschen mit Behinderungen auszuarbeiten.

Der Bürgermeister von Sagamihara, Herr Motomura schloss mit den Worten, dass man dieses tragische Ereignis auch an zukünftige Generationen weitergeben wolle. Es müsse mit den Bürgern zusammengearbeitet werden, um eine Gesellschaft zu schaffen, in der Menschen unabhängig von ihrer Behinderung leben könnten.

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