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HomeNachrichten aus Japan"Phantoms" Hortensien aus Shimane sind Japans neuer Blumen-Hit

Shimane kämpft gegen harte Konkurrenz an

„Phantoms“ Hortensien aus Shimane sind Japans neuer Blumen-Hit

Egal ob Tulpen, Rosen oder Veilchen, die Japaner mögen schöne Blumen. In Tokyo erweisen sich zurzeit mehrere neue Hortensien-Arten aus Shimane als so beliebt, dass sie sie nirgends zu kaufen sind.

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Insgesamt fünf neue Hortensien-Arten sind gerade ein absoluter Verkaufsschlager. Sie haben deswegen von Blumen Fans den Beinamen „Phantoms“ bekommen, weil sie sofort ausverkauft sind, wenn sie mal angeboten werden. Verwunderlich ist das nicht, den die Nachfrage ist riesig.

Preisgekrönte Hortensien begeistern

Die besonderen Blumen sind so beliebt, dass sie jährlich dreimal so viel Bestellungen verursachen, als es tatsächlich Blumen gibt. Lange Wartezeiten sind es den meisten aber wert, um ein Exemplar der farbenfrohen Pflanzen zu bekommen.

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Eine Sorte ist die Mangekyo, die 2012 von Shimane entwickelt wurde und bekannt für ihre eigentümliche Farbgestaltung ist. Die Blüten werden nach außen hin heller und das Überlappen von mehreren Blumen verursacht einen Effekt wie bei einem Kaleidoskop.

Zusätzlich hält sie kalten Temperaturen und wenig Sonnenlicht stand. Die Hortensie erhielt für ihr ungewöhnliches Aussehen den Preis als Blume des Jahres. Dieses Jahr sollen von ihr 60.000 Stück verkauft werden.

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Die anderen Sorten sind Ginga (Galaxie), Mikumo (Elegante Wolke) und Akanegumo (rote Wolke), die jeweils 2017, 2013 und 2020 entstanden. Neu hinzugekommen ist dieses Jahr noch die Hoshiatsume, welche die Verkäufe nur weiter nach oben getrieben hat.

Shimane züchtet eigene Sorten

Hinter der Beliebtheit der Blumen stehen die gemeinsamen Bemühungen der Farmer von Shimane, die mit nur 15 Produzenten mit Landwirten im ganzen Land konkurrieren. Vor etwa vier Jahren wurden Hortensien vor allem als Muttertagsgeschenk immer beliebter, was sich die Blumenzüchter zunutze machten und den Hortensien-Boom ausbauten.

Zuvor galten in Shimane Alpenveilchen als beliebt, die im Winter angepflanzt wurden. Jedoch hatten die Farmer in den letzten Jahren mit einer nachlassenden Nachfrage und steigenden Kosten für die Gewächshäuser zu kämpfen. Die Präfekturregierung unterstützte deswegen vermehrt die Hortensien, die im Frühling wachsen.

Das Shimane Agricultural Technology Center selbst fing an 2005 neue Sorten zu züchten und schuf so etwa 20.000 neue Arten, obwohl die Wetterbedingung in Shimane eher ungeeignet sind. Landwirte fingen ebenfalls an, ihre eigenen Sorten zu kreieren und es wurde der Shimane Hydrangea Club gegründet.

Gemeinsam gegen die große Konkurrenz

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Die Farmer der Region arbeiten dabei zusammen und bieten die Blumen alle zum etwa gleichen Preis an. Ebenfalls regeln sie, wie viele Blumen von jedem Landwirt gepflanzt und wann sie ausgeliefert werden. Es darf jedoch nicht jeder die gefeierten Hortensien einfach verkaufen. Wer neu dazu kommt, hat eine dreijährige Trainingszeit und darf erst danach die Sorten anbieten.

So gelingt es Shimane trotzdem im Markt zu bleiben, obwohl die Präfektur Aichi die größte Produktion hat und Shimane im Vergleich davon nur ein Viertel ausmacht. Bereits letztes Jahr konnten die Region mit 155 Millionen Yen (ca. 1.167.925 Euro) einen neuen Rekordumsatz verzeichnen.

Für dieses Jahr wird erwartet, dass 120.000 Hortensien ausgeliefert werden. Für die Zukunft sind 200.000 Stück geplant und eine Steigerung des Inlandsmarktanteils von zehn Prozent auf 25 Prozent.

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