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Pianos, die Hiroshima-Atombombenabwurf überlebten, touren für den Frieden durch Japan

Besonders in der Schule sind die Instrumente gern gesehen

Als vor 74 Jahren die Atombombe auf Hiroshima fiel, blieb nicht viel von der Stadt übrig. Was die Bombe dabei nicht zerstörte, vernichtete anschließend größtenteils das Feuer, das danach wütete. Trotzdem überlebten einige Dinge das schreckliche Ereignis. Darunter befinden sich zwei Pianos, die aktuell durch Japan touren.

Nitsunori Yagawa ist Piano-Stimmer aus Hiroshima und Teil des Projekts. Schon 2005 begann er damit, mit den beiden besonderen Instrumenten durch Japan zu fahren. Genauer handelt es sich um ein Yamaha-Klavier aus dem Jahre 1920 und ein Horugel-Piano. Das erste war dabei nur 1,5 Kilometer vom Epizentrum entfernt und das zweite um die 2,6 Kilometer. Erhalten hat Yagawa die Instrumente von den letzten Besitzern in den Jahren 2009 und 2014.

Zwei Pianos auf der Reise für den Frieden

Yagawa restaurierte sie so gut es geht und kümmert sich um ihre Instandhaltung. Er versucht dabei, so wenig moderne Bauteile wie möglich zu verwenden. Spuren von der Bombe sind dabei weiterhin zu sehen, wie Kratzer von Glassplittern, die durch den Druck durch die Gegend geschleudert wurden.

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Beide Pianos transportiert er nun mithilfe eines 4 Tonnen schweren Trucks und zeigt sie an verschiedenen Orten. In der Präfektur Yamagata konnten Kinder in elf Grund- und Mittelschulen den Instrumenten im Rahmen von Konzerten lauschen. Ebenfalls gab es ein Event im Kajo Central Building mit einem klassischen Konzert mitsamt Chor und der Möglichkeit, dass Kinder selbst an dem Klavier spielen durften.

Einer der anwesenden Pianisten erklärte, dass er beim Spielen die Schäden sah und er fühlte, wie sie Instrumente des Friedens sind. Er behandelte sie deswegen sanft und mit Respekt, um den Frieden weiterzugeben. Der Bürgermeister von Yamagata, Takahiro Sato, zeigte sich dankbar für den Einsatz von Yagawa und lobte ihn für sein Projekt. Für Kinder sei es eine wertvolle Erfahrung, die Pianos zu sehen, die als Symbol für den Frieden stehen.

Yagawa selbst erklärte, dass es bereits Gespräche gab, um die Pianos einfach in einem Museum auszustellen. Das will er jedoch nicht, da er denkt, dass Menschen auf ihnen spielen sollten. Er will mit ihnen so die Wichtigkeit des Friedens zeigen. Für Yagawa besitzt der Atombombenabwurf dabei einen persönlichen Hintergrund. Sein Vater erlebte mit 26 Jahren den Abwurf der Bombe nur 800 Meter vom Nullpunkt entfernt. Er überlebte und starb vor 20 Jahren im Alter von 78 Jahren.

MS

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