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Plastikmüll türmt sich in Japan

China verbot gegen Ende letzten Jahres den Import von Plastikmüll aus Japan. Seit diesem Zeitpunkt hat Japan mit den Massen des sich türmenden Abfalls kein leichtes Spiel. Das Umweltministerium zeigte am Donnerstag erschreckende Zahlen.

Das Umweltministerium hatte eine Studie durchgeführt, mit der sie die Probleme der lokalen Behörden und Unternehmen mit dem Plastikmüll untersuchen wollen. Zielgruppe waren 122 lokale Regierungen und 605 Abfallentsorgungsunternehmen. Sie befragten diese nach der Abfallentsorgungssituation im Zeitraum zwischen Januar und Juli. Doch lediglich 102 Kommunen und 175 Firmen antworteten auf diese Befragung. Etwa ein Viertel der antwortenden lokalen Regierungen berichteten, dass die Menge des Abfalls in diesem Zeitraum enorm angestiegen war. Einige teilten sogar mit, dass die aufgetürmten Massen des Mülls die legalen Grenzen überschritten. Etwa 34 Kommunen überschreiten die Grenzen noch nicht, aber haben ebenfalls große Probleme, diese einzuhalten.

Diese Probleme liegen hauptsächlich daran, dass China den Import von Plastikmüll verboten hat. Denn Japan produziert nach den USA am meisten Plastikabfall jährlich. Davon exportieren sie etwa 1,5 Millionen Tonnen jährlich ins Ausland. Ungefähr die Hälfte dieses Exportes ging nach China. Dort wurde das Plastik recycelt. Doch aufgrund der weltweit ansteigenden Sorge über Plastikabfälle stoppte China Ende 2017 den Import. So stieg die Abfallentsorgung von Zwischen-Verarbeitern um 56 Prozent, die von End-Verarbeitern um 25 Prozent an. 34,9 Prozent der Unternehmen sagten daher, dass sie die Menge des Plastiks, das sie annehmen, begrenzen wollen.

Obwohl bisher keine illegalen Müllentsorgungen festgestellt wurden, sind die lokalen Behörden besorgt. Sie fürchten, dass in Zukunft genau solche Fälle der nicht autorisierten Entsorgung vermehrt entstehen könnten. Daher wollen sie, dass die Regierung diese Situation weiter prüft. Denn in Japan ist und bleibt Plastikabfall ein enormes Problem. Es gibt zwar einige Bemühungen, diesem ein Ende zu bereiten, doch weiterhin hat das Land noch viel zu tun.

Quelle: KyodoNews

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